Im Beijinger Konfuzius-Tempel an der Guozijian herrscht seit einem Monat Hochbetrieb. Grund sind die eintausend Eltern und Kinder, die den legendären Weisen täglich um seinen Segen bei der bevorstehenden Hochschulaufnahmeprüfung bitten.

Eine Schülerin bittet den weisen Konfuzius um seinen Segen.
Einem Mitarbeiter zufolge wurde der Beijinger Konfuzius-Tempel an der Guozijian-Straße im Mai jeden Tag von mehr als eintausend Personen besucht, darunter auch viele Eltern mit ihren Kindern, die in diesem Jahr an der landesweiten Hochschulaufnahmeprüfung teilnehmen. Die Jugendlichen bitten Konfuzius um Unterstützung und Erfolg bei der bevorstehenden Prüfung.
Die chinesische Hochschulaufnahmeprüfung „Gao Kao“ ist vergleichbar mit dem Abitur in Deutschland. Die zahlreichen „Abi-Pilger“ aus Beijing und anderen chinesischen Orten besuchen den Konfuzius-Tempel in Gruppen und mit großen Erwartungen. Bei den meisten handelt es sich um Eltern, die alleine kommen, da ihre Kinder wegen der Prüfungsvorbereitung zu beschäftigt sind.
Am Montag sei eine Lehrerin der Tsinghua-Universität zusammen mit ihrem Mann vorbeigekommen, erzählt der Tempel-Angestellte. Die beiden hätten im Almanach nachgeschlagen und herausgefunden, dass der 1. Juni ein guter Tag für ein Gebet sei.
Schüler, die sich für die Hochschulaufnahmeprüfung angemeldet haben, können den Konfuzius-Tempel an der Guozijian gegen das Vorweisen ihres Studenten- oder Personalausweises gratis besuchen. Der Konfuzius-Tempel bietet den Prüflingen und ihren Eltern auch kostenlos spezielle Reiseführer an.
Ein musikalischer Dialog zwischen China und den AlpenAlpenländische Zither trifft chinesische Guzheng. Das chinesisch-deutsche Musikerduo Xu Fengxia und Georg Glasl hat die beiden Volksinstrumente auf ihrem Konzert beim Beijing Modern Music Festival miteinander in Dialog treten lassen und dabei etwas ganz Neues geschaffen.