Soziale Organisationen beteiligen sich auch an der Unterstützung von Müttern.
Der Freiwilligenverband „Liebe für Muttermilch“ in Guangzhou ist ein Zufluchtsort für gestresste Mütter. Regelmäßig treffen sich die Mütter, tauschen sich bei Picknicks und anderen Events über ihre Erfahrungen aus. Die Organisation holt so Hausfrauen aus der sozialen Isolation, vernetzt sie untereinander und gibt ihnen überdies die Chance, überflüssige Muttermilch zu spenden.
Bis November 2017 haben bereits 1000 Mitglieder 1300 Liter Muttermilch gespendet und damit 378 Säuglinge mit gesundheitlichen Problemen versorgt.
„Wir spenden uns so gegenseitig Wärme. Wir wissen, dass wir nicht alleine sind“, meint Xu Liang, Leiterin des Freiwilligenverbands. „Wir können hier Freundschaft und Dankbarkeit vorfinden. Das ist ein positiver Kreislauf.“
Der Freiwilligenverband hilft auch dem Frauenverband in Guangzhou bei der Einrichtung von Wickelräumen in der Stadt. Die Mütter können die Wickelräume über ihre Smartphones finden.
Obwohl mit Stress zu rechnen ist, will die Mutter Xie Ping noch ein zweites Kind.
„Kinder bringen uns Freude und Hoffnung, die Schwierigkeiten sind nur vorrübergehend.“
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Silvia Kettelhut: Wir können voneinander lernen und zu einem guten Mittelweg kommenAls promovierte Sinologin hat sich Silvia Kettelhut intensiv mit der modernen chinesischen Literatur beschäftigt. Sie hat Lao She und etliche chinesische Schriftstellerinnen und Schriftsteller ins Deutsche übersetzt.
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