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Vier persönliche Geschichten rund um den Umweltschutz

(German.people.cn)
Dienstag, 28. Februar 2017
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Fotograf Zou Yi dokumentiert den Himmel über Beijing, Ma Jun kämpft mir einer App gegen industrielle Verschmutzung, Li Wei heizt seit neuestem mit Erdgas und Zheng Tengfei will das Umweltbewusstsein der nächsten Generation stärken.

Von Kou Jiangze, Shi Ziqiang und Liu Chang, People’s Daily

1. Zou Yi: Fotograf des Himmels und Umweltaktivist

Am Abschnitt Jiankou der Chinesischen Mauer im Beijinger Stadtbezirk Huairou trifft sich am Samstag öfter eine Gruppe von Enthusiasten von Aktivitäten im Freien. Sie klettern mit weißen Plastiktüte ausgerüstet auf die flachen Hügel und sammeln dort den Müll von den Wegen. Sie nenne sich die „Gäste von Jiankou“. Jiankou (Deutsch: „Pfeilnocke“) ist ein berühmter Abschnitt der Chinesischen Mauer mit markanter Form in der Nähe von Beijing, welcher als beliebtes Fotomotiv dient.

„Wir sind vor einigen Jahren in der Nähe des Mauerabschnitts Xianmuyu geklettert und haben dann das hier entdeckt. Wie herrlich!“, erklärt der Initiator der Gruppe Zou Yi. „Mit wachsender Bekanntheit des Jiankou-Mauerabschnitts nahm auch der dort entsorgte Müll zu, daher habe ich die „Gäste von Jiankou“ gegründet, um an der Mauer aufzuräumen.“ Seit September 2013 bis heute haben mehr als 3.200 Menschen an diesen Sammelaktionen teilgenommen.

Zou Yi ist ein unverbesserlicher Umweltaktivist. Vor einigen Jahren nahm er an einer Umweltaktion teil, bei der jeder Teilnehmer einen Fragebogen ausfüllen musste. Auf diesem ließ sich unter anderem die Frage finden: Welches Verkehrsmittel haben Sie zur Teilnahme an der Aktion verwendet? „Dies hat mir bewusst gemacht, dass jede soziale Aktivität einen gewissen Energieverbrauch und Kohlenstoffdioxidemissionen mit sich bringt. Daher habe ich mich zu einer umweltfreundlicheren Lebensweise entschlossen.“

Um noch mehr Menschen über die Bekämpfung der Luftverschmutzung aufzuklären und sie zu einer umweltfreundlichen Lebensweise anzuregen, nimmt Zou Yi seit Januar 2013 jeden Tag vom selben Ort den Himmel über Beijing auf und dokumentiert so die Luftqualität in der Hauptstadt. Er veröffentlichte diese Bilder als eine Gesamtübersicht auch auf dem Mikroblogging-Dienst Weibo, einem chinesischen Äquivalent zu Twitter.


Zou Yi präsentiert Medienvertretern seine 2014 aufgenommenen Fotos der Beijinger Luftqualität. (Foto: chinaenvironment.com)

„Auch wenn eine Einschätzung zur Güte der Luftqualität auf den Bildern nicht ganz wissenschaftlich sein kann, sind Daten allein zu abstrakt. Mit dem Blick auf die Fotos von einem Jahr ist mit einem Blick alles klar“, so Zou. Sein vor kurzem auf Weibo veröffentlichtes Jahresfoto hat bereits mehr als 50 Millionen Klicks erhalten.

Langsam aber stetig unterlaufen das Denken und die Ansichten von Zou Yis vielen Freunden einem Wandel und sie beginnen, sich bewusst zu werden, dass das Smog-Problem gemeinsame Bemühungen von Regierung und Bevölkerung verlangt.


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