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Vier persönliche Geschichten rund um den Umweltschutz (3)

(German.people.cn)
Dienstag, 28. Februar 2017
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Der Kohlereduktion wurde die höchste Priorität zur Verhinderung von Luftverschmutzung in den im Winter von Smog verhangenen Städten Nordchinas zugesprochen. Dem Kreis Gu’an, ein südlicher Nachbar Beijings, der sich auf die Pflanzenaufzucht spezialisiert hat, wurde vom Umweltschutzministerium im letzten Juli der Gebrauch von Kohleheizungen untersagt. Bereits 2014 wurde Nanwangqiying Teil eines Pilotprojekts für die Umstellung von Kohle auf Erdgas. 168 Haushalte bauten dabei ihre Kohleöfen ab und installierten stattdessen Erdgasheizungen.

Manchen Dorfbewohnern bereiten die Kosten des Erdgases Sorgen. Laut Li betragen die jährlichen Kosten für das Erdgas fast 7.000 Yuan (rund 960 Euro) und damit etwas mehr als die 6.000 Yuan (820 Euro) für Kohle.

„Erdgasheizen war zuerst ungewohnt, da es mit der alten Tradition des Kohleheizens bricht“, erklärt Li. „Wir hörten jedoch andernorts Leute oft über Smog reden. Das ist nicht nur schädlich für die Gesundheit, sondern verursacht auch Fahrverbote und Autobahnsperrungen, die das tägliche Leben, Reisen und Geschäfte beeinträchtigen.“ Er und die anderen Dorfbewohner können die Mehrkosten daher verstehen und akzeptieren.

Zwischenzeitlich hat man in Nanwangqiying auch damit begonnen, mit Sonnenenergie zu heizen. Zehn Haushalte des Dorfes haben im Zuge eines diesbezüglichen Pilotprojekts in Hebei Zugang zu Solarenergie.

4. Zheng Tengfei: Der Umweltaufklärung verschrieben

Zheng Tengfei veröffentlichte letztes Jahr einen Artikel im Internet, in welchem sie Menschen dazu aufrief, über ihr eigenes Handeln nachzudenken, statt die Regierung angesichts des Smogs mit Beschwerden zu überschwemmen. Zheng glaubt, dass die technischen Innovationen und Umweltaufklärung zur Lösung des Smog-Problems beitragen können, aber dass jeder bei sich selbst anfangen müsste.

Ihr Artikel wurde sowohl gelobt, als auch kritisiert. Viele beschuldigten sie, Ausreden für die Regierung zu machen. Zheng erwiderte, dass sie einfach nur jedem erklären möchte, dass die Umweltschäden ein Ergebnis des menschlichen Bedarfs seien, welcher die Toleranzgrenze der Umwelt übertroffen habe und dass Menschen mehr tun könnten.

Dafür dient sie selbst als Beispiel. Als Umweltschützer sammelt sie öfters Werbebroschüren in der Stadtbahn ein und benutzt alte Lehrmaterialien ihrer Kinder, um damit Papierflieger zu bauen. Damit möchte sie Ressourcen einsparen. Ihre Kinder lesen gern, aber sie bevorzugt es, Bücher aus Bibliotheken auszuleihen, statt welche zu kaufen. Sie ist bereit für solch eine Art eines Ressourcen-Kreislaufs zu zahlen und mit anderen zu teilen. Sie hofft, dass mehr Ressourcen geteilt werden können, beispielsweise mit mobilen Büchereien.

Nach Zhengs Ansicht muss sich das Bewusstsein der chinesischen Öffentlichkeit zum Umweltschutz trotz der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren immer noch verbessern. Sie kehrte vor einiger Zeit nach Shanghai zurück und verschrieb sich selbst der Umweltaufklärung, nachdem sie 2014 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA ihren Doktor in Chemie erhalten hatte.


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