×
×
        Über uns
WAP/PAD
Startseite>>Politik und Wirtschaft

China strebt eine ausgeglichenere Handelsbilanz mit Lateinamerika an

(German.people.cn)
Mittwoch, 23. November 2016
Folgen Sie uns auf
Schriftgröße

Die Auslandsinvestitionen aus der Volksrepublik in Lateinamerika wachsen rasant. Bisher waren jedoch Staatsbetriebe die Hauptakteure. Zukünftig sollen kleine und mittlere Unternehmen eine größere Rolle spielen.

(Illustration: Peter C. Espina, Global Times)

Vom 17. bis zum 23. November weilt der chinesische Staatspräsidenten Xi Jinping im Zuge eines einwöchigen Besuchs in den drei lateinamerikanischen Ländern Ecuador, Peru und Chile. Während seiner Reise besuchte er auch den 24. Wirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) am 19. und 20. November in der peruanischen Hauptstadt Lima. Es wird erwartet, dass die Reise durch eine Vertiefung der Kommunikation neue Perspektiven für die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit zwischen China und Lateinamerika eröffnet.

Beim bilateralen Handel und bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit streben China und Lateinamerika gemeinsam ein angemessenes Gleichgewicht an, statt ein Modell mit hohen Handelsvolumen aber unzureichenden Investitionen zu verfolgen. 2015 betrug das Handelsvolumen zwischen den lateinamerikanischen Ländern und China 236,5 Milliarden US-Dollar. Chinas Auslandsinvestitionen in Lateinamerika wachsen rasant und haben bereits eine Gesamthöhe von 120 Milliarden US-Dollar erreicht.

Darüber hinaus läuft die finanzielle Entwicklung zwischen China und Lateinamerika im Allgemeinen reibungslos. Einige chinesische Geschäftsbanken unterhalten bereits Niederlassungen in Lateinamerika und laut der Nachrichtenagentur Xinhua eröffnete im Juni die erste Yuan-Clearingbank in Chile. Alles in allem gestalten sich Handel und Investitionen sowie die finanzielle Entwicklung zwischen China und Lateinamerika angemessen und ausgeglichen.

Im Zuge steigender Auslandsinvestitionen in Lateinamerika kamen Bedenken über Lateinamerikas politische Stabilität und soziale Unruhen auf, zusammen mit Zweifeln daran, ob die Schulden an China zurückgezahlt werden. In der Tat haben die lateinamerikanischen Länder jedoch ein vergleichsweise solides demokratisches System und die Märkte haben nach vielen Jahren die Fähigkeit entwickelt, Risiken zu widerstehen.

Aber in der Tat gibt es einige Fragen in Bezug auf Chinas Investitionen in Lateinamerika, die gelöst werden müssen. Erstens gibt es ein Missverhältnis zwischen den hohen Erwartungen der lateinamerikanischen Länder und den realen Investitionstätigkeiten chinesischer Unternehmen. Lateinamerikanische Länder hegen große Hoffnungen, dass China dabei helfen könnte, die örtliche Infrastruktur zu verbessern, aber es wird schwierig für chinesische Unternehmen sein, diesen Bedürfnissen vollständig nachzukommen.

Zweitens ist es weiterhin ein Problem, dass sich die chinesischen Investitionen nur auf einige lateinamerikanische Länder konzentrieren und damit eine unausgewogene Gesamtsituation der Investitionstätigkeiten bilden.

Drittens spielten bisher vor allem Chinas staatseigene Betriebe die Hauptrolle bei Investitionen in Lateinamerika, während Chinas kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine viel kleinere Rolle übernahmen.

Die zentralen Themen auf dem diesjährigen APEC-Gipfel umfassen den Ausbau der KMU-Entwicklung und ihre Beteiligung an globalen Wertschöpfungsketten. Dadurch könnten Chinas KMU eine wichtigere Rolle in der chinesischen Globalisierungsstrategie spielen und der Kapitalfluss der chinesischen KMU nach Lateinamerika weiter ausgebaut werden. Chinas große staatliche Unternehmen gelten als die Hauptakteure für Auslandsinvestitionen, aber angesichts von Chinas industriellen Überkapazitäten wird erwartet, dass die Investitionen durch chinesische KMU in Lateinamerika die Zusammenarbeit bei industriellen Kapazitäten weiter ergänzen.

Im Januar 2015 erklärte Xi einem Bericht von Xinhua zufolge im Zuge eines Forums von China und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) Chinas Ziele für den bilateralen Handel mit Lateinamerika und der Karibik mit Direktinvestitionen in Höhe von 250 Milliarden US-Dollar, um im kommenden Jahrzehnt 500 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Dies zeigt Chinas große Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas. Dem dritten Besuch des chinesischen Staatspräsidenten in Lateinamerika sollen Unterzeichnungen neuer Kooperationsverträge folgen sowie Bemühungen beider Seiten zur Erreichung der Ziele des bilateralen Handels und der Investitionen.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter !
German.people.cn, die etwas andere China-Seite.
Copyright by People's Daily Online. All Rights Reserved.