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Quarantäne aufgehoben

(German.people.cn)
Freitag, 12. Juni 2015
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Alle 75 Personen, die in Kontakt mit dem ersten MERS-Patienten in China standen, wurden aus der Quarantäne entlassen. Eine Verbreitung der Seuche droht aktuell nicht, dennoch besteht weiterhin Einschleppungsgefahr.

Alle 75 Personen, die mit dem an MERS erkrankten südkoreanischen Geschäftsreisenden in Kontakt standen, wurden laut Angaben der Kommission für Gesundheit und Familienplanung am Mittwoch aus der Quarantäne in der Provinz Guangdong entlassen.

Die ersten 44 Personen wurden bereits Dienstagnacht gegen Mitternacht entlassen, nachdem sie keinerlei Symptome zeigten und negativ auf den MERS-Virus getestet worden waren. Die restlichen Quarantäne-Patienten verließen das Krankenhaus Mittwochnacht.

Da der Virus eine Inkubationszeit von zwei Wochen hat, mussten die Verdächtigen, vom Zeitpunkt des letzten Kontaktes zu dem aus Südkorea stammenden Erkrankten, 14 Tage lang unter medizinische Beobachtung gestellt werden.

Der koreanische Geschäftsmann war am 26. Mai von Seoul nach Hongkong eingereist und dann am selben Tag mit dem Bus über Shenzhen nach Huizhou in der Provinz Guangdong weitergereist. Am 29. Mai wurde er offiziell als erster MERS-Patient in China bestätigt.

„Das Risiko einen MERS-Patienten zweiter Generation in Guangdong zu haben ist ausgeräumt, nachdem diejenigen, die Kontakt mit dem ersten MERS-Fall gehabt hatten, nun aus der Quarantäne entlassen wurden“, so ein Notfallmanagementexperte vom lokalen Zentrum für Krankheits- und Seuchenkontrolle. Das Risiko einer Verbreitung der Krankheit durch den MERS-Patienten ist sehr gering, es besteht jedoch weiterhin die Gefahr, dass der Virus erneut aus Südkorea oder dem Mittleren Osten eingeschleppt wird.

Nur vier Stunden nachdem die Behörden in Huizhou informiert worden sind, konnte der Südkoreaner ausfindig gemacht und ins örtliche Krankenhaus eingewiesen werden. Bis zum 4. Juni, eine Woche nachdem der MERS-Fall offiziell bestätigt wurde, konnten alle 78 Personen, die engen Kontakt mit ihm hatten, ausfindig gemacht werden.

Drei von ihnen waren bereits nach Südkorea und Taiwan zurückgekehrt, so dass die dortigen Gesundheitsbehörden über ihre Ankunft verständigt und sie dort unter Quarantäne gestellt wurden.

Nach SARS und Ebola ist die chinesische Regierung in Sachen Seuchenkontrolle hoch sensibilisiert und hat ein effektives Notfallsystem eingerichtet.

Der südkoreanische MERS-Patient befindet sich weiterhin im Krankenhaus in Huizhou, in dem 66 der Verdächtigen in Quarantäne waren. Seine Lage ist stabil, seine Temperatur normal.

Experten aus allen Landesteilen sind zu dem Krankenhaus beordert worden, um dort gemeinsam einen Behandlungsplan auszuarbeiten und die Regierung von Huizhou hat über acht Millionen Yuan (1,2 Millionen Euro) für medizinische Ausrüstung zur Verfügung gestellt.

Obwohl die Verbreitung von MERS in Südkorea zunimmt, ist China – besonders Guangdong – überzeugt davon, dass die Maßnahmen zur Seuchenkontrolle und -prävention, die nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Afrika verschärft worden sind, im Falle von MERS effektiv greifen, so Song Tie vom Guangdonger Zentrum für Seuchenkontrolle. 

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