In Deutschland ist die Zahl der Zika-Infizierten gestiegen. Auch in Russland wurde zum ersten Mal ein Fall bekannt. Das am meisten betroffene Land Brasilien hat dem Virus den Krieg erklärt.
Hamburg/Moskau (dpa) - Bislang haben 20 Menschen das mysteriöse Zika-Virus von Lateinamerika nach Deutschland eingeschleppt. Das teilte das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch in Russland wurde erstmals eine Infektion bei einem Reiserückkehrer nachgewiesen.
Viele Zika-Infektionen bleiben unerkannt, da die grippeähnlichen Symptome oft eher harmlos sind. Viele Infizierte erkranken gar nicht. Eine Gefahr könnte die Infektion für Schwangere darstellen. Das Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Ungeborenen zu verursachen. Die Babys kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt, was meist zu geistiger Behinderung führt. Mikrozephalie kann auch andere Ursachen haben, etwa Röteln in der Schwangerschaft.
In Deutschland seien keine schwangeren Frauen unter den Infizierten, sagte der Facharzt Dennis Tappe vom BNITM. «Natürlich rechnen wir, wie bei jeder Epidemie in Reiseländern, mit steigenden Fallzahlen bei deutschen Reiserückkehrern.» Das Virus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bisher in rund 40 Ländern aufgetreten.
Am Montag meldete die russische Verbraucherschutzbehörde erstmals eine nachgewiesene Zika-Infektion: Eine Frau habe das Virus von einem Besuch der Dominikanischen Republik mitgebracht. Die Patientin liege im Krankenhaus, ihr Zustand sei zufriedenstellend. Die Frau habe nach der Rückkehr über Fieber und Hautausschlag geklagt.
Das Zika-Virus wird vor allem von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen. In den vergangenen Monaten hat es sich rasant in Lateinamerika ausgebreitet. Allein in Brasilien schätzen die Behörden die Zahl der Infektionen auf 500 000 bis 1,5 Millionen.
Dort haben die Behörden am vergangenen Wochenende einen Großeinsatz gegen Zika gestartet: Rund 220 000 Soldaten verteilten landesweit Informationszettel zur Moskitobekämpfung. Als nächster Schritt sollen Moskitos und Eiablageplätze mit Insektiziden eliminiert werden. Die Gelbfiebermücke überträgt auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus.
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