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Ganz offiziell: Chinas Wirtschaft wächst in angemessenem Umfang

(German.china.org.cn)
Freitag, 05. Februar 2016
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Das chinesische Wirtschaftswachstum von 6,9 Prozent im Jahr 2015 befinde sich in einem adäquaten Bereich und zeige ein stabiles Beschäftigungsniveau. Wie ein hochrangiger Beamter am Mittwoch sagte, werde China potentiellen Risiken für das Jahr 2016 durch den Abbau von Überkapazitäten vorbeugen.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Beijing sagte Xu Shaoshi, Leiter der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform: „Eine Wachstumsrate von 6,9 Prozent entspricht dem jährlichen Wachstumsziel, um das BIP-Wachstum bei rund 7 Prozent zu halten. Und betrachtet man die Basiseffekte und die Aufwertung der chinesischen Wirtschaft, so vollzieht sich der Übergang von einer hohen zu einer mittleren Wachstumsrate normal.“ Xu beschreibt die 6,9-prozentige Wachstumsrate im Jahr 2015 in Anbetracht des globalen Wirtschaftsklimas als harterkämpften und bemerkenswerten Erfolg. Noch im November 2015 verkündete der chinesische Präsident Xi Jinping, dass China in den Jahren von 2016 bis 2020 ein jährliches Wachstum von nicht weniger als 6,5 Prozent erreichen muss, um das nationale Ziel zu verwirklichen, das 2010-Bruttoinlandsprodukt und das Pro-Kopf-Einkommen bis 2020 zu verdoppeln.

Konsum als Wachstumsmotor

Im Jahr 2015 verbesserten sich die Strukturen mit dem Aufkommen neuer Wachstumsmotoren immer weiter, wie Xu erklärt. Der Konsum habe die Investitionen mit Ausgaben für Reisen, Bildung, Kultur und Gesundheitssysteme als stärksten Wachstumsantrieb abgelöst. Im vergangenen Jahr sorgte dieser für 66,4 Prozent des chinesischen Wirtschaftswachstums und lag damit 15,4 Prozent höher als noch 2014.

Der wirtschaftliche Abschwung konnte der Kauflust der Verbraucher keinen Abbruch tun und stieg sogar weiter an. Dies zeigte die Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen Company zum Verbrauchervertrauen im Jahr 2015. Verglichen mit dem Jahr 2014 stieg die Konsumbereitschaft in China um zwei Prozentpunkte auf 48 Prozent an und erreichte somit den Höchststand innerhalb der letzten vier Jahre, so der Bericht, der zudem feststellte, dass die Kaufbereitschaft der Chinesen auch durch deren Optimismus hinsichtlich beruflicher Aussichten im Jahr 2016 bedingt wurde. Tian Yun, Chefredakteur des Macro China Information Network, teilte der Global Times mit, dass einer der Wirtschaftstrends in China im Jahr 2015 war, dass die meisten Jobs im Dienstleistungssektor und in den Großstädten, und nicht in den ländlichen Regionen, angeboten wurden.

Beschäftigungswirkung

Xu sagt, dass China im Jahr 2016 weiterhin die „angebotsseitige Strukturreform“, eine Strategie, die im November 2015 eingeführt wurde, anschieben werde, um Überkapazitäten zu reduzieren, Traditionsindustrien aufzuwerten und neue Wachstumsmotoren zu bilden. Die chinesische Regierung werde politische Maßnahmen einführen, so dass Überkapazitäten abgebaut und mit unrentablen „Zombie“-Unternehmen umgegangen werden kann, so Xu. Doch die Reduktion von Überkapazitäten werde zu Arbeitsplatzverlusten führen und Druck auf kohle- und strahlproduzierende Provinzen, wie Shanxi und Hebei im Norden Chinas ausüben. China werde die Arbeitslosigkeit jedoch nicht so weit ansteigen lassen, dass die soziale Stabilität in Gefahr gerät, so Xu, der eine Arbeitslosenrate von 4,05 Prozent im Jahr 2015 anführt, die unterhalb der vorhergesagten 4,5 Prozent lag.

Liu Fen, Analyst beim Anbieter für Finanzinformationen rong360.com, sagt, dass die Zentralregierung eine wirtschaftliche Umstrukturierung anstrebt und sich auf ein etwas bescheideneres BIP-Wachstum einstellt. „Die chinesische Regierung will keine zu starke Abschwächung des BIP-Wachstums, denn dies könnte das Vertrauen globaler Investoren schwächen oder die Kapitalabwanderung beschleunigen. Mit der derzeitigen Situation an den chinesischen Aktienmärkten, dem Yuan-Wechselkurs und den Risiken im Wohnungssektor, wird das wirtschaftliche Wachstum äußerst wichtig“, so Liu. Er versichert zudem, dass es dieses Mal nicht zu einer Entlassungswelle wie in den 1990er Jahren kommen wird, denn die chinesische Regierung habe mit dem Abbau von Überkapazitäten eher Mergers & Acquisitions als Konkursverfahren gefördert. Die Hauptstrategien, wie der Export von Hochtechnologien, der Aufbau von Wirtschaftsräumen und eines stabilen Dienstleistungssektors könnten ebenfalls den Stellenabbau auffangen, meint Liu.

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