Indischen Medienberichten zufolge hat die Regierung in Neu-Delhi wegen einer Reihe von „Übertritten“ des chinesischen Militärs 6000 zusätzliche Polizisten an die Grenze zu Tibet entsandt.
Mit diesem Schritt wolle Indien seine Kontrolle über das Gebiet entlang der chinesischen Grenze von Ladakh in Kaschmir bis in den Bundesstaat Arunachal Pradesh im Osten des Himalaya verstärken. Wie die indischen Medien berichten, hat das Innenministerium diesen Plan bereits genehmigt. Damit die Grenzkontrolle auch bei schlechtem Wetter gewährleistet werden kann, sollen sogar bis zu 8000 Polizisten ins indisch-chinesische Grenzgebiet geschickt werden.
Den indischen Medienangaben zufolge werden die Grenzpolizisten in den Bundesstaaten Arunachal Pradesh und Sikkim 37 Wachposten und 15 provisorische Lager errichten.
Einige indische Analysten werfen der Regierung in Neu-Delhi vor, die sozioökonomische Entwicklung in der Region Ladakh auf Kosten des Grenzschutzes zu vernachlässigen. Ein indischer Journalist hat vor kurzem ein Foto veröffentlicht, das ihn an der indisch-chinesischen Grenze beim Empfang des Signals von China Mobile zeigt. Mit dem Foto will der Journalist darauf hinweisen, dass die indische Regierung den Aufbau der Infrastruktur in der Grenzregion ignoriert.
China und Indien sind dabei, ihre Grenzstreitigkeiten zu lösen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Beide Seiten haben bestätigt, dass die baldige Lösung der Grenzprobleme im grundlegenden Interesse beider Länder ist.“
Ein musikalischer Dialog zwischen China und den AlpenAlpenländische Zither trifft chinesische Guzheng. Das chinesisch-deutsche Musikerduo Xu Fengxia und Georg Glasl hat die beiden Volksinstrumente auf ihrem Konzert beim Beijing Modern Music Festival miteinander in Dialog treten lassen und dabei etwas ganz Neues geschaffen.