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Asiatische US-Verbündete befürchten Distanzierung durch Trump

(German.people.cn)
Montag, 14. November 2016
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Nationen, die sich lange hinter den Vereinigten Staaten versteckten, reagieren bestürzt auf die Wahl Trumps, der die weltweite Präsenz der US-Armee einschränken will. Wird der Geschäftsmann die Abhängigkeit ausnutzen?

Angesichts der möglichen außenpolitischen Neuausrichtung durch den gewählten US-Präsidenten Donald Trump reagieren viele Länder nervös. In Japan und Südkorea scheint die Besorgnis besonders groß zu sein. Nach Telefonaten der Staatsoberhäupter Shinzo Abe und Park Geun-hye mit Trump gaben beide Länder bekannt, dass er eine Stärkung des Bündnisses versprochen habe und eine Erhöhung der Kosten für die stationierte US-Armee nicht erwähnt worden sei.

Taiwan ist ebenso sehr besorgt über eine Distanzierung vonseiten Trumps. Tsai Ing-wen befindet sich nicht in der Position, um mit Trump persönlich zu sprechen, aber Beamte der Insel behaupteten, dass sich die Beziehungen zwischen Taiwan und den Vereinigten Staaten nicht ändern werden.

Wie verlautet wird Abe bei seiner Reise nach Lima für das Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) einen Zwischenstopp in New York einlegen, um sich wahrscheinlich als erstes Staatsoberhaupt Asiens mit dem gewählten Präsidenten Trump zu treffen.

Japan sollte sich konfrontiert mit dem zukünftigen US-Präsidenten nicht so nervös fühlen, aber die ernste Konfrontation mit China hat die sowieso fragile diplomatische Unabhängigkeit angefressen. Auch Südkorea klammert sich dichter an die Vereinigten Staaten.

Trump wird das weltweite System von Allianzen als Fundament der globalen US-Führung nicht aufgeben. Betrachtet man die panische Reaktionen Tokios und Seouls, dann kann Washington diese wirtschaftlich ausnutzen.

Falls dieses Szenario eintritt, ist Trumps „New Deal“ kein Unsinn, sondern ein Drehpunkt, von dem aus er seine Autorität aufbauen kann. Der geschäftstüchtige Immobilien-Magnat wird seine Präsidentschaft möglicherweise mit der Opferung Japans und Südkoreas starten.

Die Basis der traditionellen transatlantischen Allianz kann Trump nicht infrage stellen. Zur Maximierung finanzieller Vorteile kann er nur die neuen NATO-Mitglieder in Osteuropa ausquetschen.

Angesichts der schwachen finanziellen Situation dieser kleinen Länder sind Japan und Südkorea für Trump die Gänse mit goldenen Eiern.

Die Philippinen hätten ein weiteres Ziel sein können, aber Duterte ist dem zuvorgekommen und hat sich für eine unabhängige Außenpolitik entschieden. Nach dem Sieg Trumps reichte der philippinische Präsident ihm einen Ölzweig um anzuzeigen, dass er die diplomatische Initiative übernimmt.

In der Endphase der US-Wahlen wurde Taiwan von Washington und Beijing größtenteils ignoriert. Die Insel wurde von Trumps Mannschaft kaum erwähnt, war auch kein Bestandteil der öffentlichen Diskussion Festlandchinas über die US-Wahl. Aufgrund der Erweiterung der US-chinesischen Beziehungen gerät die Taiwan-Frage in den Hintergrund. Dies entspricht der realen geopolitischen Bedeutung Taiwans in der Region Asien-Pazifik.

Die geopolitischen Risiken in Asien sind nicht so ernst, wie sie erscheinen. Einige Länder überschätzten die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, und beschlossen, sich hinter den Vereinigten Staaten zu verstecken. Sie haben sich dadurch strategisch selbst geschrumpft. 

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