
Am 1. Oktober wurde die chinesische Währung Renminbi offiziell in den Korb der Sonderziehungsrechte (SZR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen. IWF-Chefin Christine Lagarde kündigte am Freitag an:
„Ab morgen wird Renminbi von der internationalen Gemeinschaft als eine frei benutzbare Währung angesehen und tritt dem SZR-Korb bei, zusammen mit dem US-Dollar, dem Euro, dem Yen und dem britischen Pfund."
Damit gilt der Renminbi unter den fünf SZR-Währungen als die einzige Währung aus einer aufstrebenden Volkswirtschaft. Lagarde bezeichnete die Aufnahme des RMB als ein Meilenstein-Ereignis in der Reform des internationalen Währungssystems:
„Die Fortführung und Vertiefung der Maßnahmen unter angemessener Garantie wird ein robusteres internationales Währungs- und Finanzsystem mit sich bringen, dies wird gut sein für das Wachstum und die Stabilität in China sowie die Weltwirtschaft."
Der deutsche Botschafter Michael Clauss zum G20-Gipfel in HangzhouDeutschland ist mit der Agendasetzung der chinesischen Präsidentschaft sehr zufrieden, erhofft sich vom Gipfel verbindliche Beschlüsse gegen Protektionismus sowie für Strukturreformen, Unterstützung der Innovation und gemeinsame Ansätze zum Thema Migration.