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Senkung des Kredit-Ratings sollte richtig verstanden werden

(German.people.cn)
Dienstag, 08. März 2016
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Quelle: People's Daily

Die internationale Ratingagentur Moody’s veröffentlichte vor kurzem einen Bericht, in dem sie das Bonitätseinstufung Chinas von „stabil“ zu „negativ“ verändert hat. Sie begründete diesen Schritt damit, dass die zunehmenden Staatsschulden die Finanzentwicklung schwächen, die Devisenreserven sich wegen der Kapitalabflüsse verringert hätten sowie die Umsetzung der Reformen unsicher sei.

Aber ist Moody’s Urteil über Chinas Wirtschaft objektiv und fair? Daran haben viele Experten große Zweifel. Einigen Experten zufolge seien die Betrachtungen im Bericht zu Chinas Wirtschaft zu einseitig. Die grundsätzliche Tatsache, dass sich Chinas Wirtschaft langfristig gut entwickelt, werde ignoriert. Auch bei der Regulierung der chinesischen Wirtschaftsstrukturen sind bereits Erfolge erzielt worden. So macht beispielsweise der Anteil des Dienstleistungssektors schon etwa die Hälfte des BIP aus und der Konsum treibt das Wachstum des chinesischen Einzelhandels weiter an.

Offensichtlich mangelt es dem Bericht daher an Verständnis für die Dynamiken und Entwicklungen, um die Stabilität der chinesischen Finanzen zu verstehen.

Ministerpräsident Li Keqiang wies in dem diesjährigen Tätigkeitsbericht der Regierung darauf hin, auch weiterhin eine positive Finanzpolitik und stabile Währungspolitik zu verfolgen, sowie die Defizitquote dieses Jahres auf 3 Prozent zu erhöhen. Zusammen mit der weiteren Steuer- und Kostenreduzierung, insbesondere der Mehrwertsteuerrate, wird dies der Fertigungsindustrie einen größeren Spielraum bieten und damit ihre internationale Konkurrenzfähigkeit weiter erhöhen.

Die chinesische Führung hat entschlossen erklärt, durch den Finanzausbau das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und durch die mehrmalige Senkung des Mindestreservesatzes, aufgrund hoher Sparquoten, die lockeren Währungskreditbedingungen zu garantieren. Unklar ist jedoch, ob die US-Ratingagentur die Bedeutung dieser Maßnahmen begriffen hat.

Laut dem nationalen Amt für Statistiken beliefen sich die chinesischen Devisenreserven Ende 2015 auf 32 Prozent des BIP. Nach dem Tätigkeitsbericht der Regierung betrug der Anteil der Defizitquote am BIP 2015 lediglich 2,4 Prozent. All diese Daten zeigen klar auf, dass es um die Solvenz des chinesischen Staates viel besser als die vieler westlicher Volkswirtschaften bestellt ist.

Die Fähigkeit der chinesischen Regierung zur Umsetzung der Reformen darf nicht bezweifelt werden. Als weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft erzielt China seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik vor mehr als 30 Jahren große Wirtschaftserfolge. „Solange wir es schaffen die momentanen Schwierigkeiten zu überwinden, wird sich die chinesische Wirtschaft erholen und neue Erfolge erzielen.“ Der Tätigkeitsbericht der Regierung demonstriert der Welt das Selbstvertrauen und die Entschlossenheit der chinesischen Regierung bei der Förderung des Wirtschaftswandels und der Verwirklichung einer schnellen Entwicklung.

Zurzeit sieht sich Chinas Wirtschaft tatsächlich mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert, jedoch entbehren die extremen Behaupten der Rating-Agentur zu Chinas Wirtschaft einer Grundlage in der Realität.

Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s besitzen eine Monopolstellung auf dem globalen Rating-Markt und üben einen enormen Einfluss aus. Jedoch werden sie auch seit Jahren wegen der mangelnden Transparenz ihrer Geschäftspraktiken kritisiert und die Fairness ihrer Bewertungsstandards bezweifelt. Die EU hat ihnen bereits öffentlich „Fehler“ bei der Vergabe ihrer Kredit-Ratings vorgeworfen.

Die Senkung der Bonitätsklasse der chinesischen Wirtschaft durch Moody’s oder andere Ratingagenturen ist nur temporärer Natur und wird keine großen Folgen haben. Grund dafür ist, dass die Öffentlichkeit einerseits schon ausreichend psychologisch gewappnet war und keine Besorgnis verspürt, und andererseits haben die Medien kein großes Interesse an einer Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums, einem Thema, welches schon mehrmals von den Medien der westlichen Länder ausgeschlachtet worden ist.

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