Seit Dienstag weilen Inspektoren des IOC in Beijing. Vizebürgermeister Zhang Jiandong verspricht, dass der Himmel über Chinas Hauptstadt im Winter 2022 genauso blau sein wird wie während des APEC-Gipfels im vergangenen Jahr.
Eine Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Dienstag in Beijing mit der Inspektion der Bewerbung der chinesischen Hauptstadt und der Stadt Zhangjiakou in der Nachbarprovinz Hebei für die Olympischen Winterspiele 2022 begonnen. Der Bericht dieser Kommission wird bei der endgültigen Vergabe der Spiele eine wesentliche Rolle spielen. Am meisten Sorgen bereitet das Smog-Problem.
Beijings Vizebürgermeister Zhang Jiandong, der gleichzeitig auch Vize-Präsident des Bewerbungskomitees für die Winterspiele 2022 ist, versprach, dass der Himmel über Chinas Hauptstadt in sieben Jahren so blau sein wird wie während des APEC-Gipfels im vergangenen November. Anders als das „APEC-Blue“ werde das „Olympic-Blue“ von langfristiger Dauer sein, so Zhang. Beijing werde der ganzen Welt im Jahr 2022 die Ergebnisse seiner Umweltschutzbemühungen zeigen.
Gemäß Zhang wird die Feinstaubdichte PM2,5 in Beijing im Jahr 2017 im Vergleich zum Jahr 2013 um 25 Prozent zurückgehen. Dieses Ziel soll mit dem „Plan der Kampagne zur Luftreinigung 2013 bis 2017“ erreicht werden. Der Plan besteht aus den folgenden fünf Hauptmaßnahmen:
Erstens einmal soll die Energiestruktur reguliert werden. Beijings Kohleverbrauch soll von 23 Millionen Tonnen im Jahr 2013 auf zehn Millionen Tonnen im Jahr 2017 verringert werden.
Zweitens wird die Stadtregierung den Privatverkehr weiter einschränken und die Politik zur Beschränkung der Fahrzeugemissionen streng umsetzen.
Drittens werden Unternehmen mit einem hohen Emissionsausstoß stillgelegt. Im vergangenen Jahr wurden knapp 400 solcher Betriebe geschlossen. Dieses Jahr werden wie geplant weitere 300 stillgelegt.
Viertens soll die Staubentwicklung – insbesondere auf Baustellen – reduziert werden.
Und fünftens soll die Bekämpfung der Luftverschmutzung in die gemeinsame Entwicklungsstrategie von Beijing, Tianjin und Hebei integriert werden.
Mit diesen fünf Maßnahmen soll die Luftverschmutzung in Beijing nachhaltig bekämpft werden – so wie es auch in der Bewerbung der chinesischen Hauptstadt für die Olympischen Winterspiele 2022 steht.
Ebenfalls zu dieser „nachhaltigen Entwicklung“ gehört der Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Beijing und Zhangjiakou. Die 200 Kilometer lange Strecke ist ein wichtiger Bestandteil des staatlichen Plans zum Ausbau des nationalen Schienennetzes.
Mit der neuen Strecke wird man bis nach Hohhot, den Hauptort der Inneren Mongolei, fahren können. Ebenfalls an die Linie angeschlossen wird der Beijinger Außenbezirk Yanqing, wo im Jahr 2019 die International Horticulture Exposition stattfinden wird.