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Coronavirus: 1.541 asymptomatische Fälle unter Beobachtung

(German.people.cn)

Mittwoch, 01. April 2020

  

Laut der Nationalen Gesundheitskommission Chinas standen am Montag insgesamt 1.541 Menschen mit asymptomatischen Infektionen des neuartigen Coronavirus unter ärztlicher Beobachtung, darunter 205 aus dem Ausland.

Die Kommission fügte hinzu, dass infizierte Personen, die keine Symptome zeigen, immer noch infektiös seien und sporadische Häufungen von Fällen verursacht hätten.

Chang Jile, Leiter des Seuchenbekämpfungsbüros der Kommission, kündigte am Dienstag an, dass China ab dem heutigen Mittwoch die Anzahl und den Zustand asymptomatischer Menschen veröffentlichen werde, da die Besorgnis über die Risiken dieser unbemerkten Virusträgern - die von der offiziellen Liste der bestätigten Fälle ausgeschlossen wurden - gestiegen sei.

Während das Land das Screening und die Quarantäne symptomfreier Patienten verstärke, würden sich die Gesundheitsbehörden in den stark vom Virus betroffenen Gebieten auch beeilen, Proben für die bessere epidemiologische Erforschung asymptomatischer Fälle zu entnehmen, um die allgemeinen Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung zu verbessern, fügte er hinzu.

„Überwachungsdaten haben gezeigt, dass einige asymptomatische Personen eine Übertragung der zweiten Generation unter ihren engen Kontakten verursacht und eine kleine Anzahl von Infektionsclustern ausgelöst haben“, sagte Chang.

Basierend auf den verfügbaren Forschungsergebnissen werde angenommen, dass asymptomatische Menschen ansteckend sind. Laut einer am Dienstag auf der Website der Kommission veröffentlichten Erklärung seien jedoch weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die Länge ihrer Ansteckungsperiode sowie die Stärke und den Weg ihrer Übertragung nachzuvollziehen.

„Einige Experten waren der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung des Virus im Vergleich zu symptomatischen Patienten relativ gering ist, da asymptomatische Menschen keine Symptome von Husten oder Niesen zeigen“, heißt es in der Erklärung.

Die Kommission stellte außerdem fest, dass es schwierig sei, asymptomatische Fälle zu erkennen und zu verhindern, dass sie das Virus verbreiten, da verräterische Anzeichen der Krankheit und Testgrenzen fehlten.

„Es ist unmöglich, asymptomatische Fälle als dominierende Virenbekämpfungsmaßnahme zu entdecken und zu isolieren. Wir werden uns daher weiterhin auf bestätigte Fälle und ihre engen Kontakte konzentrieren“, ließ die Kommission verlauten. Zudem hätten die Erfahrungen der Vergangenheit gezeigt, dass eine solche Strategie in Verbindung mit der Wahrung der sozialen Distanz die Ausbreitung des Virus wirksam blockieren könne.

Seit die Ausbreitung des Coronavirus in China unter aggressiven Eindämmungsmaßnahmen abgeklungen ist, haben die öffentlichen Forderungen nach mehr Informationen über asymptomatische Menschen und verstärkte Kontrollmaßnahmen zugenommen.

Während eines Treffens der zentralen politischen Führungsgruppe für Seuchenbekämpfung unter der Leitung von Ministerpräsident Li Keqiang am Montag war ebenfalls die Relevanz der Überwachung und das Management asymptomatischer Infektionen und ihrer engen Kontakte hervorgehoben worden.

Chang Jile zufolge müssen asymptomatischen Fälle und ihre engen Kontakte 14 Tage lang in zentralen Einrichtungen unter Quarantäne gestellt werden. Die Einrichtung dürften sie erst verlassen, nachdem sie zweimal negativ auf das Virus getestet wurden, fügte er hinzu.

„Die Kommission hat asymptomatischen Infektionsfällen stets Beachtung geschenkt und strenge Maßnahmen ergriffen, um solche Fälle und ihre engen Kontakte zu bewältigen“, sagte er.

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