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Wie viele Schritte braucht man, um Meister von Shaolin-Kung Fu zu werden?

(CRI)

Mittwoch, 15. Januar 2020

  

In China sagt man „Alle Kung-Fu-Arten stammen aus Shaolin“. Wenn es um Kung Fu geht, fällt vielen Menschen sofort das Shaolin-Kung-Fu ein. Nicht wenige haben sogar daran gedacht, selbst ein Kung-Fu-Meister zu werden. Aber womit soll man anfangen? Und wie viele Schritte sind dafür notwendig? Darauf gibt es jetzt tatsächlich eine Antwort – denn das Shaolin-Kloster hat kürzlich das Stufen-System des Shaolin-Kung-Fus vorgestellt. Wörtlich heißt es „Das Duan-Pin-Stufensystem des Shaolin-Kung-Fus“.

Dem System zufolge werden alle Arten des Shaolin-Kung-Fus in zwei aufeinander folgende Stufen „Duan“ und „Pin“ aufgeteilt. Duan ist die Unterstufe und Pin die Oberstufe. Die Duan-Stufe selbst ist in neun kleinere Unterstufen gegliedert, nämlich Duan Eins bis Neun. Wer Duan Neun erreicht hat, qualifiziert sich damit für die Oberstufe Pin. „Pin“ besteht wie bei „Duan“ aus neun kleineren Teilen, nämlich Pin Eins bis Neun zusammengesetzt. Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied: Jede Pin-Stufe ist auch wieder in die drei noch kleinere Stufen „Jie“ aufgeteilt. Also besteht die Oberstufe Pin aus 27 Teilen. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet: „Man benötigt 36 Schritte, um von einem Kung-Fu-Laien zu einem Kung-Fu-Meister zu werden. Für jeden Aufstieg gibt es konkrete theoretische und praktische Kriterien. Wenn ein Bewerber die Kriterien erfüllt und die Prüfung des Klosters bestanden hat, wird er die entsprechende Urkunde samt Orden, Gürtel und Kleider bekommen.

So wie es in vielen Kung-Fu-Romanen und -Filmen dargestellt wird, soll man tatsächlich schon von Kindesbeinen an mit dem Shaolin-Kung-Fu anfangen. In dem mit dem „Duan-Pin-Stufensystem“ gleichzeitig veröffentlichten Lehrbuch wird empfohlen, dass ein Kind ab sieben Jahren mit dem Lernen von Duan Eins bis Drei beginnen kann. Diese ersten Stufen umfassen das Grundtraining und einige Boxkombinationen. Für Anfänger ist das ein nicht schwieriger Anfang. Ab zehn Jahren kann das Kind dann sein Training mit Duan Vier bis Sechs fortsetzen und neben dem Grundtraining und Boxen auch mit dem Erlernen der Kung-Fu-Theorien beginnen. Drei Jahre später kann es dann die Inhalte von Duan Sieben bis Neun lernen. In diesen Stufen geht es neben komplizierteren Kampfkünsten auch um Geräte wie die berühmte Shaolin-Stange.

Erst mindestens ein Jahr nach der Stufe Duan Neun, ist man dann berechtigt, sich um die Pin-Stufe zu bewerben. In der Pin-Phase wird man tiefgehend und umfassend die zahlreichen Kampfkünste lernen und üben. Bei der Bewertung in dieser Phase wird im Vergleich zur Duan-Phase mehr Wert auf die Kampffähigkeit gelegt. In dieser Phase sind für die meisten Menschen die Pin-Sechs ein Engpass. Wer von Pin-Sechs weiter aufsteigen will, muss nicht nur die Kung-Fu-Theorie und -Praxis systematisch beherrschen, sondern auch Ergebnisse bei der Erforschung und Verbreitung des Shaolin-Kung-Fus erzielen. Der weitere Aufstieg ist natürlich noch schwerer. Ab Pin-Acht ist man schon ein Meister, der Innovationen in Bezug auf das Shaolin-Kung-Fu aufweisen muss. Wer die letzte Stufe Pin-Neun erreicht, ist ein Großmeister. Als Großmeister muss man einerseits fast alle Bereiche des Shaolin-Kung-Fus kennen, andererseits bei deren Entwicklung und Verbreitung wichtige Beiträge leisten.

Kurz nach der Veröffentlichung des Stufensystems kamen schon viele Leute zur Bewertung ins Shaolin-Kloster. Ende 2019 fand das erste Ausbildungsseminar über das „Duan-Pin-Stufensystem“ des Shaolin-Kung-Fus in dem Kloster statt. 174 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen daran teil. Wie Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit Zheng Shumin mitteilte, habe es unter den Teilnehmern sowohl Mönche aus dem Shaolin-Tempel also auch Kampfkunst-Trainer und Kung-Fu-Liebhaber gegeben. Viele von ihnen kämen aus dem Ausland. Shaolin-Kung-Fu bedeute nicht nur sportliche Bewegungen. Es sei ein System, das über umfassende Kenntnisse und tiefschürfende Gedanken verfüge. „Mit der Einführung des Duan-Pin-Stufensystems zielen wir darauf ab, dass Shaolin-Kung-Fu sich besser entwickelt. Es gilt zudem, der Gesundheit der Menschen durch das Lernen von Kung-Fu zu dienen und den Liebhabern dabei zu helfen, Shaolin-Kung-Fu systematisch und wissenschaftlich zu lernen“, fügte Zhang hinzu.

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