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70 Prozent chinesischer Studenten kämpfen gegen Handysucht

(CRI)

Montag, 13. Januar 2020

  

„Ich schaue immer unwillkürlich auf mein Smartphone, um mein WeChat und QQ zu checken.“ Für Zhang Mai, eine Studentin im zweiten Studienjahr an der Suzhou-Universität ist ihr Smartphone ein untrennbarer Teil ihres Lebens geworden. Falls sie über drei Stunden lang keine neue Nachricht per Smartphone bekommt, fühlt sie sich nicht wohl.

Heutzutage gucken Menschen immer länger auf ihr Smartphone. Vor kurzem hat die Webseite Xiaomei.cc die Nutzung von Smartphones unter 2077 Studenten landesweit untersucht. Die Umfrage ergab, dass nur 14,05 Prozent der Befragten ihr Smartphone täglich weniger als drei Stunden nutzen. 27,88 Prozent der Befragten schauen täglich drei bis fünf Stunden auf ihr Smartphone. 33,32 Prozent gaben an, ihr Smartphone fünf bis acht Stunden pro Tag zu nutzen. Und 24,75 Prozent der Befragten beschäftigen sich mehr als acht Stunden pro Tag mit ihrem Handy.

Viele Studenten halten die Bequemlichkeit des Smartphones beim Lernen und im Leben für sehr gut. Trotzdem finden 62,69 Prozent der Studenten, dass sie vom Smartphone abhängig sind. 80,75 Prozent der Befragten sehen die lange Nutzung des Handys als Zeitverschwendung an. Xiong Ting von der Xinyang Pädagogischen Hochschule klagt über ihre Schlafstörung wegen des Smartphones. Fast jede Nacht schaut sie bis Mittenacht auf ihr Smartphone, obwohl sie eigentlich geplant hat, nur für zwanzig Minuten eine Unterhaltungs-App zu nutzen. Vom Mikroblogging-Dienst Weibo über die Frage-Antwort-Plattform Zhihu bis zur Kurzvideo-App Douyin schaut Xiong Ting ununterbrochen auf das Display. Die Zeit vergeht sehr schnell. „Ich finde es irrational, so lange Zeit mein Smartphone zu nutzen. Ich habe mich selbst vor den Nachteilen gewarnt, aber ich kann diese Situation nicht schnell ändern“, sagt Xiong.

Die Handysucht wirkt sich mehr oder weniger negativ auf das Leben der Menschen aus. 50,51 Prozent der Befragten klagen darüber, dass die lange Smartphone-Nutzung ihr normales Lernen und Leben störe. 47,42 Prozent der Befragten behaupten, dass sie nicht mehr konzentriert denken können. 61,87 Prozent der Befragten klagen über Augenprobleme sowie Hals- und Schulterbeschwerden.

Die psychologische Beraterin Zhao Xiuping meint, wenn man nicht mit dem Smartphone seine geplanten Aufgaben während der Arbeit, im Leben, zum Lernen oder beim Chatten nutze, sondern ziellos zum Handy greife, um Zeit totzuschlagen, oder wenn man ständig nervös sei, wenn man nicht auf sein Smartphone schaue, habe man ein großes Risiko, handysüchtig zu sein. Laut der Umfrage haben 70,44 Prozent der Befragten versucht, gegen die Handysucht zu kämpfen. Zhao Xiuping schlug vor, dass die Studenten sich durch mehr Arbeits- oder Lernaufgaben vom Smartphone ablenken können. Es gebe viele konkrete Gegenmaßnahmen: Man soll dreißig Minuten vor dem Schlafen nicht zum Handy greifen, beim Essen auf das Smartphone verzichten und die Nutzung für Online-Shopping, für Spiele und von Kurznachrichten-Diensten auf einen bestimmten Zeitabschnitt beschränken.

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