Die Anzahl der Güterzugfahrten auf dem China-Europa-Schienenverkehrsnetz, einem wichtigen Teil der „Belt and Road“-Initiative, habe inzwischen die 11.000-Marke überschritten, teilte Ning Jizhe, stellvertretender Vorsitzender der Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform, am Dienstag mit.

Es existieren 65 verschiedene Güterbahnstrecken, die chinesische Städte mit 44 europäischen Destinationen in 15 Ländern verbinden. Im deutschsprachigen Raum werden beispielsweise Wien und Duisburg angefahren.
Angefangen hat der internationale Warentransport per Zug nach Europa mit IT-Waren aus der südwestchinesischen Stadt Chongqing. Nach und nach hat sich der Güterzugverkehr zu einer neuen Logistiklösung für den internationalen Handel entwickelt. Chinesische Städte wie Chengdu, Zhengzhou und Yiwu haben jetzt ebenfalls Güterzugstrecken nach Europa.
Laut Tang Tingjie vom Chongqinger Fertigungsstandort des taiwanesischen Unternehmens Quanta Computer, kann beim Transport der Computerprodukte des Unternehmens per China-Europa Güterzug zwei Drittel der Transportzeit im Vergleich zur Seeschifffahrt und 70 Prozent der Kosten im Vergleich zum Lufttransport eingespart werden.
Liu Guiping, der stellvertretende Bürgermeister von Chongqing, hebt hervor, dass immer mehrWaren einschließlich Autos und Autozubehör, Maschinen, Kaffeebohnen, Industriegüter und Alltagswaren von den Güterzügen transportiert werden. Insgesamt wurden bereits 920.000 Container ausgeliefert.
Das Schienennetz habe die Landverbindungen in Eurasien gestärkt, die Öffnung der Binnengebiete Chinas gefördert und zur internationalen Zusammenarbeit im Produktionswesen beigetragen, so Ning von der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform.
Thomas Heberer: Mittendrin bei der Reform- und ÖffnungspolitikDer Seniorprofessor der Universität Duisburg-Essen gilt als einer der versiertesten China-Kenner im deutschsprachigen Raum. In seinem Streben, Brücken zwischen den beiden Ländern zu schlagen, pendelt Heberer bereits seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und der Volksrepublik.
Im Jahr 2013 stellte Chinas Staatspräsdient Xi Jinping die Seidenstraßen-Initiative vor. Es ist von großer Bedeutung, den Dialog zur goldenen Regel zu machen, um einander gute Nachbarn zu sein.