Chinas Präsident Xi Jinping sagte am Mittwoch, dass die Volksrepublik und Russland ihre zuvor erzielten Einigungen beschleunigen und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie und Innovation verstärken sollten.
Anlass für Xis Äußerungen war ein Treffen mit Anton Waino, dem Stabschef des Präsidialamts der Russischen Föderation, der sich zu einem zweitägigen Besuch in China befindet.
Die Beziehung zwischen China und Russland sei historisch gesehen so gut wie nie zuvor, sagte Xi und fügte hinzu, dass die beiden Länder die Partnerschaft wertschätzen und die Zusammenarbeit in allen Bereichen vertiefen sollten.
Während seines Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Rahmen des Eastern Economic Forums in Wladiwostok vergangenen Monat, hatte Xi gesagt, dass gerade solch hochrangiger Austausch dazu beigetragen habe, die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Russland zu entwickeln. Zudem hatten beide Parteien angekündigt, die Verbindung zwischen der „Belt and Road“-Initiative und der Eurasischen Wirtschaftsunion vorantreiben zu wollen.
Im Jahr 2014 wurde ein Konsultationsmechanismus für jährliche Treffen zwischen dem Direktor des Generalsekretariats des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und dem Stabschef des Präsidialamts der Russischen Föderation eingerichtet. Dieser Mechanismus sei von großer Bedeutung, so Xi. Er hob hervor, dass er sich für die Aufrechterhaltung solcher Vereinbarungen einsetze.
Xi bat Waino, seine Grüße und besten Wünsche an Putin zu richten, und Waino überbrachte seinerseits beste Grüße und Wünsche von dem russischen Präsidenten. Waino sagte, Putin habe von seinem Treffen mit Xi auf dem Eastern Economic Forum in den höchsten Tönen geredet und er gehe davon aus, dass er sich im November auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires, Argentinien, erneut mit Xi treffen werde.
„Die strategische Zusammenarbeit mit China ist definitiv die Priorität der russischen Diplomatie“, so Waino.
Die Beziehungen zwischen Russland und China seien ein gutes Vorbild für aktuelle internationale Beziehungen, sagte Waino und fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit der Länder auf dem traditionellen Freundschaftsverhältnis ihrer Bevölkerungen beruhe.
Jin Yong, Professor für internationale Beziehungen, lobte die Innovationskraft des chinesisch-russischen Austauschprogramms. Es verdeutliche den Stellenwertder bilateralen Beziehungen. Ein solches Programm sei von großer Bedeutung, um die von den Präsidenten erzielten Einigungen umzusetzen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken, sagte er.
Ding Xuexiang, Direktor des Generalsekretariats des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, traf sich ebenfalls mit Waino. Ding, der auch Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KPCh ist, sagte, dass die umfassende strategische Partnerschaft unter der Leitung beider Staatschefs ausgereifter und solider geworden sei und die Zusammenarbeit wichtige Ergebnisse liefere.
„Das Generalsekretariat des Zentralkomitees der KPCh ist bereit, die gute Tradition der Zusammenarbeit mit der russischen Präsidialverwaltung fortzusetzen, um eine qualitativ hochwertige Umsetzung des von den beiden Führern erreichten Konsenses sicherzustellen und größere Beiträge zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen zu leisten“, so Ding.
Thomas Heberer: Mittendrin bei der Reform- und ÖffnungspolitikDer Seniorprofessor der Universität Duisburg-Essen gilt als einer der versiertesten China-Kenner im deutschsprachigen Raum. In seinem Streben, Brücken zwischen den beiden Ländern zu schlagen, pendelt Heberer bereits seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und der Volksrepublik.
Im Jahr 2013 stellte Chinas Staatspräsdient Xi Jinping die Seidenstraßen-Initiative vor. Es ist von großer Bedeutung, den Dialog zur goldenen Regel zu machen, um einander gute Nachbarn zu sein.