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China fördert Transport von Schweinefleisch anstelle von Lebendschweinen

(German.china.org.cn)
Mittwoch, 10. Oktober 2018
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Wie ein leitender Landwirtschaftsbeamter ankündigte, werde China den Transport von Schweinefleisch statt von lebenden Schweinen erhöhen, um die Nachfrage nach Fleisch zu decken und das Risiko der Übertragung der afrikanischen Schweinepest zu reduzieren. Die lokalen Regierungen müssten entschlossene Maßnahmen ergreifen, sobald es Ausbrüche gebe, und das Risiko der Ausbreitung der Krankheit schnell ausschließen, so Yu Kangzhen, stellvertretender Minister des Agrarministeriums, am Wochenende in Yingkou in der Provinz Liaoning auf einer Konferenz zur Vorbeugung und Kontrolle der Krankheit.

Yu sagte, China werde seine derzeitige Schlachtkapazität voll ausschöpfen, um den Übergang vom Transport von Lebendschweinen zum Transport von Schweinefleisch voranzutreiben. Landwirte, Schweinefleisch produzierende Unternehmen und Regierungsbeamte, die ihrer Pflicht bei der Vorbeugung und Kontrolle der Krankheit nicht nachkommen, würden zur Rechenschaft gezogen, warnte er. Die lokalen Behörden sollten die Unterstützung für Systeme zur Kontrolle und Vorbeugung von Tierkrankheiten verstärken, damit sie ausreichend Ausrüstung haben, um auf Krankheiten zu reagieren, sobald sie auftreten, so Yu weiter.

China berichtete im August und September von mehr als 20 Ausbrüchen der afrikanischen Schweinepest, nachdem sich der erste Ausbruch der tödlichen Tierkrankheit in China am 1. August in Shenyang in der Provinz Liaoning ereignet hatte. Die Krankheit wird nicht auf den Menschen übertragen, kann aber tödliche Folgen von bis zu 100 Prozent bei Schweinen haben. Schweinefleisch ist das am häufigsten konsumierte Fleisch in China, dem größten Schweinefleischproduzenten und -verbraucher weltweit.

Zhu Zengyong, ein Industrieforscher an der Chinesischen Akademie für Agrarwissenschaften, sagte, dass der Transport von Lebendschweinen im Vergleich zum Transport von Schweinefleisch der primäre Kanal der Schweinefleischversorgung in China sei, was zu einem höheren Risiko von Ausbrüchen führe. Obwohl die Schlachtbetriebe in China im Allgemeinen über ausreichende Kapazitäten zur Schlachtung von Schweinen verfügen, sei die Kapazität ungleich verteilt, und in einigen Gebieten seien die Verbraucher von Schweinefleisch auf lebende Schweine angewiesen, die von anderen Orten transportiert werden. „Der Zirkulationsmodus, bei dem Lebendschweine in verschiedenen Regionen transportiert werden, ist in einigen Gegenden auch mit den Essgewohnheiten der Verbraucher verbunden“, sagte Zhu. „In einigen südlichen Orten bevorzugen die Verbraucher zum Beispiel Schweinefleisch aus frisch geschlachteten Schweinen, während die Menschen in Beijing allmählich das gekühlte frische Schweinefleisch akzeptieren.“

Zusätzlich zur Verringerung des Risikos der Ausbreitung von Krankheiten könne die Förderung einer Verlagerung vom Transport von lebenden Schweinen zu Schweinefleisch auch der Schweinefleischindustrie und Landwirten zugutekommen und ihnen mehr Einkommen bringen, sagte er. „Die Ausbrüche der afrikanischen Schweinepest in China könnten zu einem Wendepunkt für diese Verlagerung werden. Aber die Förderung des neuen Modus erfordert Anstrengungen von allen Seiten, einschließlich der Verbraucher, Regierungen und der Schweinefleischindustrie.“

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