
Zum fünften Jahrestag der Vorlegung der chinesischen Seidenstraßen-Initiative hat am Montag in Beijing eine entsprechende Ansprache stattgefunden.
Dabei sagte Staatspräsident Xi Jinping, die Seidenstraßen-Initiative entspreche den Forderungen der Reform des globalen Verwaltungssystems. Man solle an dem Prinzip „Dialog und Konsultationen, gemeinsamer Aufbau, Teilhabe, Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen sowie gegenseitiges Lernen" festhalten.
Ferner betonte Xi die Führung des Aufbaus im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative durch die Partei. Durch die Verbindung der Seidenstraßen-Initiative mit weiteren nationalen Strategien solle die Öffnung im Lande intensiviert werden, so Xi weiter.
Jüngsten offiziellen Angaben zufolge haben bislang bereits 103 Staaten und internationale Organisationen Kooperationsabkommen mit China im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative geschlossen. Bis Juni des laufenden Jahres belief sich das Gesamtvolumen des Güterhandels zwischen China und den Anrainerstaaten auf mehr als fünf Billionen US-Dollar. Die chinesischen Direktinvestitionen haben 70 Milliarden US-Dollar übertroffen.
Thomas Heberer: Mittendrin bei der Reform- und ÖffnungspolitikDer Seniorprofessor der Universität Duisburg-Essen gilt als einer der versiertesten China-Kenner im deutschsprachigen Raum. In seinem Streben, Brücken zwischen den beiden Ländern zu schlagen, pendelt Heberer bereits seit Jahrzehnten zwischen Deutschland und der Volksrepublik.