Laut China Central Television (CCTV) wird Chinas erster intelligenter Satellit, der mit einem Cloud-Computing-System ausgestattet worden ist, in der zweiten Jahreshälfte vom Satellitenzentrum Jiuquan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu ins All geschickt werden.
Der Satellit Tianzhi-1 soll vor allem den Grundstein für ein Netzwerk legen und Schlüsseltechnologien für das Software-definierte Satellitensystem testen, sagte Zhao Junsuo, Forscher am Software-Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, wo der Satellit entwickelt wurde.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Satelliten kann Tianzhi-1 Daten in der Umlaufbahn verarbeiten, bevor sie anschließend zu unterschiedlichen Zwecken zur Erde zurück gesendet werden und automatische Operationen ausführen können, die zudem dazu beitragen, den Druck auf das Satellitensteuerungssystem am Erdboden zu reduzieren.
Li Deren, Professor an der Wuhan-Universität, sagte, dass der neue Satellit über ein „eigenes Gehirn“, also eine Hochleistungsrecheneinheit, verfügen wird. Die Satellitendaten sollen per Mobiltelefon empfangen und verarbeitet werden können.
Aktuelle Satelliten haben in der Regel nur eine einzige Funktion, wie Telekommunikation, Navigation oder Fernerkundung.
Doch durch die Verlagerung der Datenverarbeitungsfunktion vom Erdboden in den Weltraum trägt der neue Satellit auch dazu bei, die Kosten für einen solchen Arbeitsvorgang zu senken und die Effizienz zu steigern.
Li fügte hinzu, dass softwaredefinierte Satelliten dazu in der Lage seien, mehrere Anforderungen verschiedener Kunden zu bearbeiten, indem sie die Software ändern und aktualisieren.
Silvia Kettelhut: Wir können voneinander lernen und zu einem guten Mittelweg kommenAls promovierte Sinologin hat sich Silvia Kettelhut intensiv mit der modernen chinesischen Literatur beschäftigt. Sie hat Lao She und etliche chinesische Schriftstellerinnen und Schriftsteller ins Deutsche übersetzt.
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