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China reduziert Quote für Währungsreserven

(German.people.cn)
Mittwoch, 13. September 2017
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Die Maßnahmen erfolgen im Zuge einer „neutralen und umsichtigen“ Geldpolitik. Die Deregulierung des Devisenmarktes passe sich laut Experten dem aktuellen Marktumfeld an.

Die chinesische Zentralbank habe die Reserve-Anforderungen von 20 Prozent für Finanzinstitute abgeschafft, sagte ein Beamter am Montag.

Laut Sun Guofeng, Leiter des Forschungsinstituts für Finanzen, das zur Chinesischen Volksbank (PBOC) gehört, wurde die Quote für Währungsreserven auf null reduziert.

Mittlerweile wurde auch die durch die PBOC erfolgte umfangreiche Überwachung der Reserven, die von ausländischen Finanzinstituten zurückgelegt wurden, gelockert.

Die Anpassung wurde vorgenommen, da das aktuelle Marktumfeld sich stark verändert habe. Dies bedeute, dass antizyklische makroprudenzielle Maßnahmen einer neutralen Geldpolitik gewichen sind, sagte Sun.

Sun sagte zudem, die Zinssätze seien in erster Linie durch ökonomische Grundlagen bestimmt.

Während der Yuan gegenüber dem Währungskorb stabil blieb, befand er sich dieses Jahr aufgrund des schwächeren Dollars und des stetigen Ausbaus der chinesischen Wirtschaft in einem Aufwärtsflug gegenüber dem US-Dollar.

„Es wird allgemein angenommen, dass der Zinssatz des Renminbi sich in Richtung eines Gleichgewichts bewegt, die Markterwartungen sind rational und grenzüberschreitende Kapitalströme sowie Angebot und Nachfrage von Devisen werden ausgeglichener“, sagte Sun.

Eine neutrale Geldpolitik könne die Liquidität verbessern und der Realwirtschaft von größerem Nutzen sein, fügte Sun hinzu.

Die zentrale Parität der chinesischen Währung, der Yuan, befand sich am Montag für den elften aufeinanderfolgenden Arbeitstag noch auf einem Hoch gegenüber dem US-Dollar.

Gemäß dem China Foreign Exchange Trade System verstärkte sich die zentrale Parität des Yuan um 35 Basispunkte auf 6.4997 gegenüber dem US-Dollar und durchbrach damit seit Mai 2016 zum ersten Mal die psychologisch wichtige Grenze von 6,5. Es ist die längste kontinuierliche Reihe täglicher Anstiege seit 2005; am gestrigen Dienstag endete das 11-tägige Hoch.

„Die diesjährige Aufwertung des RMB gegenüber dem US-Dollar wurde durch eine Kombination aus der Schwäche des US-Dollars, Chinas strengerer Handhabung von Kapitalabflüssen, dem reduzierten Risiko eines chinesisch-amerikanischen Handelskrieges und verbesserter wirtschaftlicher Leistung und Marktstimmung in China angetrieben“, sagte Wang Tao, Ökonom der UBS, in einer Forschungsnotiz.

Chinas Wirtschaft expandierte im ersten Halbjahr um 6,9 Prozent und lag damit über dem Jahresziel von 6,5 Prozent.

Die Produktionstätigkeit erhöhte sich im August für den dreizehnten aufeinander folgenden Monat und lieferte neue Beweise für eine solide Wirtschaft.

Devisenreserven stiegen im August den siebten Monat in Folge auf 3,092 Billionen US-Dollar, was einen Anstieg von 10,8 Milliarden gegenüber dem vorangegangenen Monat ausmachte.

China hat entschieden, 2017 eine „umsichtige und neutrale“ Geldpolitik zu verfolgen, indem eine breite Palette von Maßnahmen angewendet wird, um die grundlegende Stabilität der Liquidität sowie die Zinssätze auf einem angemessenen Niveau zu halten. 

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