×
×
        Über uns
WAP/PAD
Startseite>>Politik und Wirtschaft

G20-Gipfel wird Plan für Wachstum vorlegen

(German.china.org.cn)
Donnerstag, 25. August 2016
Folgen Sie uns auf
Schriftgröße

Die nachklingenden Effekte der Finanzkrise von 2008 verhindern nach wie vor, dass die globale Wirtschaft wieder auf ihren normalen Weg zurückfindet. Die Erholung bleibt sowohl langsam als auch schwach – und voller Ungewissheiten. Die Risiken einer weiteren wirtschaftlichen Abschwächung bleiben, und an den Finanzmärkten geht es weiterhin turbulent zu. Der Protektionismus ist auf dem Vormarsch, die wirtschaftliche Entwicklung immer noch unausgewogen. In dem neuesten Bericht der Weltbank wurde die globale Wachstumsprognose für 2016 folgerichtig von 2,9 Prozent auf 2,4 Prozent runtergesetzt.


Der Beijing-Hangzhou-Kanal.

Während solch einer kritischen Phase hat China die Pflicht, die Kapazitäten und das Vertrauen, einen umfasssenderen Konsens mit den anderen G20-Mitgliedern zu erreichen, so dass beim kommenden G20-Gipfel in Hangzhou neue Wege bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Welt beschritten werden können.

Das Motto des G20-Gipfels in Hangzhou – "Aufbau einer innovativen, belebten, vernetzten und inklusiven Weltwirtschaft" – könnte passender nicht gewählt sein.

Darüber hinaus hat China vier wesentliche Punkte für die Tagesordnung vorgeschlagen: die Erforschung effizienter Wachstumsmodelle durch Innovation, eine Verbesserung der globalen wirtschaftlichen und finanziellen Steuerungsmechanismen, eine Stärkung des internationalen Handels und der Investitionen sowie integrative und vernetzte Wege der Entwicklung.

Es ist von wesentlicher Bedeutung für die G20-Mitglieder, sich auf praktikable Wege zur Umsetzung dieser Agenda zu einigen.

Die zentrale Aufgabe für den Gipfel in Hangzhou ist die Suche nach neuen Wachstumsquellen – und Wege zu finden, deren Wachstumspotenzial anzapfen zu können. Der Hangzhou-Gipfel wird dabei einen "G20-Plan für Wachstum durch Innovation" erarbeiten. Durch die Nutzung der neuen Möglichkeiten, die durch neue Technologien gewonnen wurden, können neue Industrien und Faktoren für die strukturellen Reformen entstehen, mit denen das Problem des schwachen Wachstums gelöst werden kann. Im Rahmen dieses Entwurfs wird der Gipfel eine Reihe von Aktionsplänen zur Förderung der Innovation formulieren.

Die G20-Mitglieder werden dabei die Koordinierung ihrer makroökonomischen Politik und Kommunikation stärken – und dabei die Minderung der Unsicherheit und möglichen negativen Auswirkungen ihrer jeweiligen Maßnahmen immer im Blick behalten. In der Zwischenzeit werden sich die G20-Mitglieder dazu verpflichten, keinen Abwertungswettlauf der Währungen zu starten sowie die Zusammenarbeit bei Finanzaufsicht, internationaler Besteuerung, Energie, Korruptionsbekämpfung und in anderen Bereichen zu verstärken. Eine Übereinstimmung, um das Tempo der Reform der internationalen Finanzinstitutionen – einschließlich der IWF-Quotenregelung und seiner Steuerungsstrukturen sowie des Hauptversammlungssystems der Weltbank -- zu beschleunigen, ist auch notwendig, damit in Zukunft auch die Stimme der Schwellenländer in den internationalen Finanzorganisationen deutlich gehört werden kann.

Um den internationalen Handel und die Investitionen zu fördern – und so mehr Vitalität in die Weltwirtschaft zu injizieren –, soll auf dem Gipfel in Hangzhou zum ersten Mal eine "G20-Strategie für globalen Handel und Wachstum" sowie ein "G20-Leitfaden für globale Investitionspolitik" formuliert werden. Die G20-Mitglieder, die das Abkommen über Handelserleichterungen noch nicht ratifiziert haben, sollen dazu angehalten werden, dies bis zum Ende des Jahres zu tun, um dessen Umsetzung so schnell wie möglich realisieren zu können.

Der Gipfel in Hangzhou wird seine Opposition gegen den Handelsprotektionismus explizit zum Ausdruck bringen und die Verlängerung des "Moratoriums über neue Handelsbeschränkungen und protektionistische Maßnahmen" bis 2018 beschließen. Finanzpolitik, Fiskalpolitik sowie Handels- und Investitionspolitik werden oft als die drei Säulen der globalen Wirtschaft beschrieben. Doch die letzte der drei scheint ein wenig schwach zu sein. Auf dem bevorstehenden Gipfel sollten wir daher Zeuge einer Stärkung dieser Säule werden.

Zum ersten Mal bei einem G20-Gipfel wird in Hangzhou höchste Priorität auf das Problem der Entwicklung innerhalb des globalen makroökonomischen Rahmens gelegt und ein Aktionsplan formuliert werden, der auf die Umsetzung der "Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030" der Vereinten Nationen fokussiert sein wird. Ein solcher Aktionsplan würde dazu beitragen, den afrikanischen Ländern zu helfen und die Industrialisierung der am wenigsten entwickelten Länder zu beschleunigen. Er würde außerdem starke Impulse zur weltweiten Reduzierung der Armut sowie einer Förderung der nachhaltigen Entwicklung aussenden.

Mit diesen Ergebnissen wird der G20-Gipfel in Hangzhou als ein wichtiger Meilenstein der internationalen Entwicklung in die Geschichte eingehen.

Der Autor Wu Zhenglong ist Forscher bei der Chinesischen Stiftung für Internationale Studien.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter !
German.people.cn, die etwas andere China-Seite.
Copyright by People's Daily Online. All Rights Reserved.