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Chinas Handelsministerium prognostiziert starken Importrückgang

(German.people.cn)
Freitag, 06. November 2015
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Gemäß dem Handelsministerium in Beijing wird Chinas Exportvolumen 2015 im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben. Das Importvolumen hingegen wird stark zurückgehen. Im globalen Vergleich steht die Volksrepublik nach wie vor sehr gut da.

Chinas Handelsministerium hat am Donnerstag auf seiner Webseite die „Studie zur Prognose des Außenhandels für das ganze Jahr 2015“ veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wird sich die Weltwirtschaft in diesem Jahr langsamer erholen als erwartet. Die Weltwirtschaft werde das niedrigste Wachstum seit 2009 aufweisen, heißt es darin. In den entwickelten Ländern steige die Produktion nur langsam. Zudem würde es bei den Investitionen an der Nachfrage mangeln. Und das Vertrauen in die Finanzmärkte sei nicht groß genug. In den Schwellen- und Entwicklungsländern bleibt die Inlandsnachfrage laut der Studie schwach. Das Exportvolumen werde abnehmen und das Kapital ins Ausland abfließen, so das Fazit der Studie.

Der neuesten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge wird das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozent auf 3,1 Prozent zurückgehen. Beim weltweiten Handelsvolumen prognostiziert der IWF einen Rückgang um 0,7 Prozent.

Die Studie des chinesischen Handelsministeriums zeigt, dass sich das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern gerade verlangsamt. Die Hauptgründe hierfür sind die Preissenkungen im Großhandel, die Schwankungen auf den Finanzmärkten sowie diverse geopolitische Krisen.

Länder wie Russland und Brasilien, die vom Export von Energien und Ressourcen abhängig sind, befinden sich in einer Phase der „Stagnation und Inflation“. Asiatische Länder wie Indien und Malaysia erleben hingegen eine relativ gute Wirtschaftsentwicklung mit Wachstumsraten von sieben beziehungsweise 4,9 Prozent.

Chinas Handel wird nun von der schwachen Nachfrage im In- und Ausland sowie dem niedrigen Preisniveau bei den Großhandelsartikeln beeinflusst. Es wird damit gerechnet, dass Chinas Exportvolumen für das ganze Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr stabil bleibt, während das Importvolumen stark zurückgeht.

Im globalen Vergleich schnitt China in den ersten sieben Monaten 2015 im Außenhandel viel besser ab als die westlichen Länder. Während das Exportvolumen der Volksrepublik um 0,8 Prozent sank, mussten Europa mit 14,3 Prozent, die USA mit 5,4 Prozent und Japan mit 8,4 Prozent weit größere Rückgänge hinnehmen.

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