Das erste Geschäftsquartal 2015 verlief für Lenovo weniger gut als erwartet. Da sein Reingewinn um 51 Prozent zurückgegangen ist, will der chinesische PC-Riese nun weltweit 3200 Stellen abbauen.
Der Reingewinn der Lenovo-Gruppe ist im ersten Geschäftsquartal 2015, das am 30. Juni zu Ende ging, um 51 Prozent zurückgegangen. Der Umsatz des chinesischen Personal-Computer- und Smartphone-Herstellers stieg zwar um drei Prozent auf 10,7 Milliarden US-Dollar an, der Reingewinn hingegen fiel von 211 Millionen US-Dollar auf 102 Millionen US-Dollar.
Das Management des Elektronikkonzerns kündigte an, weltweit fünf Prozent oder 3200 Stellen zu streichen, um Kosten zu senken und profitabler zu werden. Vom Stellenabbau nicht betroffen ist der Produktionsbereich.
Nach eigenen Angaben verzeichnete Lenovo in der PC-Sparte einen Lieferungsrückgang von sieben Prozent auf 13,5 Millionen Stück. Der Anteil des Unternehmens am globalen PC-Markt nahm trotzdem um 1,3 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent zu. Mit einem Anteil von 7,3 Milliarden US-Dollar am Gesamtumsatz von 10,7 Milliarden US-Dollar bilden Personal-Computer nach wie vor das Hauptgeschäft von Lenovo.
Im Bereich der mobilen Geräte einschließlich der Smartphones sank der globale Marktanteil von Lenovo im ersten Geschäftsquartal 2015 um ein halbes Prozent auf 4,7 Prozent. Mit der von Google übernommenen Marke Motorola will der chinesische Elektronikkonzern im Smartphone-Geschäft künftig Marktanteile hinzugewinnen.
Lenovo ist der größte Computerhersteller der Welt. Im Jahr 2005 sorgte das Unternehmen mit der Übernahme der PC-Sparte von IBM erstmals international für Aufsehen. Da der PC-Markt rückläufig ist, setzt Lenovo seit geraumer Zeit verstärkt auf die Herstellung von Smartphones und Tablets.