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China erlangt Fähigkeit zu Tiefseebohrungen in 5.000 Metern Tiefe

(German.people.cn)  Dienstag, 29. September 2026

  

Wie das Ministerium für natürliche Ressourcen am Montag mitteilte, hat Chinas Tiefseebohrschiff „Mengxiang“ (zu Deutsch „Traum“) mit einer Bohrtiefe von 5.000 Metern einen landesweiten Rekord für Tiefseebohrungen aufgestellt, nachdem es zuvor Basaltproben aus dem Südchinesischen Meer entnommen hatte.


Drohnenaufnahme des chinesischen Tiefseebohrschiffs „Mengxiang“ bei einem nächtlichen Einsatz am 28. Juli 2026. (Foto: Zhang Fatao/Xinhua)

Dies bedeutet laut Angaben des Ministeriums, dass China nun in die Riege der international führenden Länder bei Tiefseebohrungen aufgestiegen ist.

Während der Fahrt entnahm das Schiff mit einem selbst entwickelten Bohrer eine 4,27 Meter lange Basaltprobe, wodurch China nach den Vereinigten Staaten und Japan als drittes Land überhaupt harte Gesteinsproben aus einem Tiefseebecken mithilfe von Bohrschiffen gewinnen konnte.

Das Forschungsteam führte einen langen, intensiven Einsatz von schiffsgestützten ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen (ROVs) durch, wobei zwei ROVs in einer Tiefe von 4.000 Metern insgesamt über 358 Stunden lang im Einsatz waren. Ein einzelner Einsatz dauerte dabei bis zu 103 Stunden und erreichte damit internationales Spitzenniveau, wie Sun Zhen, Forscherin am Guangzhou Marine Geological Survey (GMGS) in Südchina, erklärte.

Zum ersten Mal nahmen die Forscher gemäß den Standards des International Ocean Discovery Program vor Ort eine multiparametrische Aufbereitung und Analyse der Proben vor, einschließlich Katalogisierung, Zerschneiden, Scannen, Untersuchung und Lagerung. Damit erlangten sie die Fähigkeiten zur Durchführung sämtlicher Arbeitsschritte wissenschaftlicher Tiefseebohrungen.

Die während der Expedition gesammelten Proben und Daten liefern entscheidende empirische Belege für die Klärung zentraler wissenschaftlicher Fragen wie beispielsweise der Ausdehnung des Südchinesischen Meeres. Sie seien zudem von großer Bedeutung für die Erforschung der historischen Entwicklung der Meeresumwelt sowie für die Erkundung und Erschließung von Energieressourcen in extrem tiefen Gewässern, so die Forscher.

Insgesamt nahmen 170 Forscher aus neun Institutionen an der vom China Geological Survey organisierten und vom GMGS durchgeführten Expedition teil.

Die „Mengxiang“ war 2024 als erstes in China gebautes Tiefseebohrschiff offiziell in Dienst gestellt worden.

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