28-09-2026
Die Zollbehörde von Shanghai teilte am Sonntag mit, dass eine Lieferung importierter frischer Heidelbeeren mit einem Gewicht von 12,2 Tonnen die erste war, die im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung von Regulierungsmaßnahmen zwischen China und Peru auf der Seeroute Chancay–Shanghai abgefertigt wurde.

Zollbeamte des Shanghaier Zolls überprüfen Daten zur Kältebehandlung von aus Peru importierten Heidelbeeren. (Foto: Zollbehörde von Shanghai)
Die gegenseitige Anerkennung bezieht sich auf die Kontrolle von Temperaturfühlern für die Kältebehandlung von importiertem Obst. Bei der Kältebehandlung, einer weltweit anerkannten phytosanitären Maßnahme, werden durch anhaltend niedrige Temperaturen potenzielle Quarantäneschädlinge auf frischen Agrarprodukten abgetötet.
Im Rahmen dieser Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung akzeptieren China und Peru die jeweiligen Prüfergebnisse für die Temperaturfühler, die an Obstlieferungen aus Peru angebracht sind. Die Regelung vereinfacht die Kontrollen vor Ort nach der Ankunft der Fracht in China. Sie beschleunigt die Zollabfertigung und trägt dazu bei, die Beeren während der langen Seereise frisch zu halten.
Die Ende 2024 in Betrieb genommene Route Chancay–Shanghai verkürzte die Seetransportzeit zwischen den beiden Ländern von 35 bis 40 Tagen auf 23 Tage und senkte die Logistikkosten um mehr als 20 Prozent.
Über den Hafen von Shanghai werden inzwischen mehr als 70 Prozent der chinesischen Obstimporte aus Peru abgewickelt.
Gemäß dem bilateralen Protokoll müssen peruanische Heidelbeeren vor ihrer Ankunft in China eine Kältebehandlung durchlaufen, die 15 bis 22 Tage dauert. Um eine ordnungsgemäße Durchführung der Kältebehandlung zu gewährleisten, müssen an festgelegten Stellen im Container vorschriftsmäßige Temperaturfühler angebracht werden.
Die Zollbehörde von Shanghai geht davon aus, dass die neue Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung die Inspektionszeiten für frisches Obst aus der Kühlkette erheblich verkürzen und die Gesamtkosten für Händler bei der Zollabfertigung, Logistik und Lagerung senken wird.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden auf der Route Chancay–Shanghai 170 Fahrten verzeichnet. Dabei wurden Import- und Exportgüter im Umfang von 141.000 Tonnen und einem Wert von 4,04 Milliarden Yuan (rund 602 Millionen US-Dollar) transportiert. Das Frachtvolumen stieg im Jahresvergleich um 13,7 Prozent, während der Warenwert um 33,3 Prozent zunahm.