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Traditionelle Chinesische Medizin unterstützt laut Experten bemannte Weltraummissionen

(German.people.cn)  Montag, 21. September 2026

  

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat im vergangenen Jahrzehnt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der bemannten chinesischen Weltraummissionen gespielt und könnte künftig einen umfassenden Schutz für die Gesundheit von Astronauten bieten. Dies erklärten Experten auf einer Konferenz für Raumfahrtmedizin und -technik in der nordchinesischen Stadt Tianjin.

Die am Wochenende ausgerichtete Konferenz brachte Experten und Wissenschaftler aus Bereichen wie Luft- und Raumfahrtmedizin, Human Factors Engineering und Biowissenschaften zusammen, um die medizintechnischen Herausforderungen der künftigen Erforschung des erdfernen Weltraums zu erörtern.

Zhang Boli, Mitglied der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaften und ein renommierter TCM-Meister, erklärte, die besonderen Bedingungen der Raumfahrt, bei denen Astronauten in der Mikrogravitation mit veränderter Atmung, Verdauung und Mobilität konfrontiert sind, machten den ganzheitlichen Ansatz der TCM besonders geeignet, um die Gesundheit der Besatzung zu erhalten.

„Die TCM verfolgt einen umfassenden Ansatz zur Regulierung des Körpers, etwa durch den Ausgleich von Qi („Lebenskraft“) und Blut mittels pflanzlicher Arzneimittel sowie durch Akupunktur zur Verbesserung bei unregelmäßigem Herzschlag, Verdauungsstörungen und Schlafproblemen“, sagte Zhang.

Wu Bin, Experte am Chinesischen Astronautenzentrum, hob spezifische Anwendungen der TCM im Weltraum hervor. Akupunktur könne helfen, den Schlaf zu regulieren und Muskelschwund vorzubeugen, während chinesische Fertigarzneimittel die Herz-Kreislauf-Funktion verbessern und die Anpassung der Astronauten an die Mikrogravitation unterstützen könnten.

„In Zukunft werden wir das nationale Weltraumlabor weiterhin als einzigartige Plattform für TCM-Forschung nutzen – nicht nur, um die Gesundheitsvorsorge bei Flügen in der erdnahen Umlaufbahn zu gewährleisten, sondern auch, um TCM-Technologien und -Methoden für die medizinischen Herausforderungen der bemannten Erforschung des erdfernen Weltraums zu entwickeln“, sagte Wu.

Astronaut Zhang Lu, der an den Missionen Shenzhou-15 und Shenzhou-21 teilnahm, betonte den engen Zusammenhang zwischen TCM und dem Erfolg der Missionen. Während der Shenzhou-21-Mission, die fast sieben Monate im Orbit dauerte, habe die Besatzung in der mittleren und späten Flugphase TCM-Geräte zur Stimulation von Nerven und Muskeln eingesetzt, um Muskelschwund entgegenzuwirken, berichtete er.

Die Raumstation sei mit TCM-Präparaten ausgestattet, darunter spezielle herzstärkende Pillen sowie funktionelle Getränke, die beim Schutz vor Strahlung und der Stärkung des Immunsystems unterstützten, fügte Zhang Lu hinzu.

Laut Zhang Boli zeigen Forschungsergebnisse, dass TCM-Ansätze auch orthostatischer Intoleranz, Herz-Kreislauf-Störungen und der Weltraumkrankheit entgegenwirken können. Damit wird das Spektrum der Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Astronauten – von körperlichem und mentalem Training bis hin zur Krankheitsprävention – sinnvoll erweitert.

Chinas Raumstation Tiangong, was „Himmlischer Palast“ bedeutet, ist nun in die Ära eingetreten, in der sie langfristig von Menschen bewohnt wird. Ein Besatzungsmitglied der Shenzhou-23 wird einen einjährigen Aufenthalt im Orbit absolvieren, während die für 2030 geplante chinesische Mission einer bemannten Mondlandung stetig Fortschritte macht.

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