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China baut an Bord der Raumstation 14 Pflanzenarten an

(German.people.cn)  Montag, 21. September 2026

  

China hat im Orbit mittlerweile mehr als 20 Sorten aus 14 Pflanzenarten kultiviert. Nach Angaben des chinesischen Astronautenzentrums schafft dies die Grundlage für den großflächigen Anbau von Nutzpflanzen an Bord der Raumstation.


Eine simulierte Abbildung des Raumfahrtkontrollzentrums Beijing vom 25. Mai 2026 zeigt das bemannte Raumschiff Shenzhou-23 beim Andocken an den radialen Kopplungsstutzen des Kernmoduls Tianhe der Raumstation Tiangong. (Foto: Xinhua/Jin Liwang)

Dieser Durchbruch wurde auf einer Konferenz für Raumfahrtmedizin und -technik in der nordchinesischen Stadt Tianjin hervorgehoben. Dort präsentierte Zhang Hongzhang, Astronaut der bemannten Mission Shenzhou-21, Fotos und Videos eines blühenden „Weltraumgartens“ an Bord der chinesischen Raumstation Tiangong, in dem Nutzpflanzen wie Salat, Karotten, Sonnenblumen, Kartoffeln und Weizen gedeihen.

Chinas Ära der langfristigen bemannten Raumfahrt begann im Oktober 2021, als die Besatzungsmitglieder der Mission Shenzhou-13, Zhai Zhigang, Wang Yaping und Ye Guangfu, das Kernmodul Tianhe der chinesischen Raumstation bezogen.

„Langzeitaufenthalte im Weltraum erfordern eine Verringerung der Abhängigkeit von Nachschublieferungen von der Erde. Unsere Experimente zu kontrollierten ökologischen Lebenserhaltungssystemen zielen darauf ab, ein Ökosystem im Weltraum zu schaffen, das Wasser, Luft und Nahrung direkt vor Ort regenerieren kann – wodurch die Abhängigkeit von der Erde verringert und schließlich Selbstversorgung erreicht wird“, erklärte Bian Qiang, Experte am chinesischen Astronautenzentrum.

Technologien zur kontrollierten ökologischen Lebenserhaltung nutzen ein künstlich angelegtes, geschlossenes und kontrolliertes Ökosystem, um Luft, Wasser und Nahrung – die Überlebensgrundlagen für Astronauten im Orbit – effizient zu recyceln und zu regenerieren. So entsteht ein System zur Sicherung von Leben und Gesundheit, das für den langfristigen Aufenthalt von Menschen geeignet ist.

Laut Bian sind derzeit zwei Arten von Einheiten für den Pflanzenanbau an Bord der Raumstation kontinuierlich in Betrieb: eine auf Substratbasis und eine weitere, die auf Aeroponik setzt. Gemeinsam liefern sie Forschern wertvolle Erkenntnisse für den Aufbau eines grundlegenden Lebenserhaltungssystems, das primär auf physikalischem und chemischem Recycling basiert, während die biologische Regeneration eine unterstützende Rolle spielt.

„Im Jahr 2025 wurde eine effizientere Aeroponik-Einheit ins All gebracht. Weizen hat im Orbit inzwischen einen vollständigen Wachstumszyklus durchlaufen, und ein zweiter Anbaudurchgang mit Saatgut aus dieser Ernte gedeiht prächtig und steht kurz vor der Ernte“, so Bian.

Mit Blick auf die Zukunft erklärte Bian, China plane im Zuge des Fortschritts seines Mondforschungsprogramms die Einrichtung eines „Gemüsegartens auf dem Mond“.

Chinas Raumstation Tiangong, was „Himmlischer Palast“ bedeutet, ist nun in die Ära eingetreten, in der sie langfristig von Menschen bewohnt wird. Ein Besatzungsmitglied der Shenzhou-23 wird einen einjährigen Aufenthalt im Orbit absolvieren, während die für 2030 geplante chinesische Mission einer bemannten Mondlandung stetig Fortschritte macht.

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