21-09-2026
China verstärkt seine Bemühungen um eine bemannte Mondlandung bis 2030. Sowohl die Entwicklung des Mondraumanzugs als auch ein „Bettruhe“-Experiment für lange Aufenthalte im All erzielten Fortschritte, wie das Astronautenzentrum des Landes am Samstag mitteilte.

Vorstellung des chinesischen Raumanzugs für Mondlandungen im Rahmen einer Kampagne zur Namensgebung in der südwestchinesischen Stadt Chongqing am 28. September 2024. (Foto: Zhou Yi/China News Service/VCG)
Die Entwicklung von Chinas Raumanzug für Mondlandungen mit dem Namen „Wangyu“, was „Blick in den Kosmos“ bedeutet, schreitet zügig voran: Dutzende Schlüsseltechnologien seien inzwischen vorhanden, erklärte Zhang Wanxin, Experte am Astronautenzentrum Chinas, auf einer Konferenz für Luft- und Raumfahrtmedizintechnik im nordchinesischen Tianjin.
Seit Entwicklungsbeginn 2020 hätten sich die Arbeiten an Wangyu darauf konzentriert, den Anforderungen komplexer Einsätze auf der Mondoberfläche und extremen Umweltbedingungen gerecht zu werden, so Zhang. Der Anzug sei leicht, kompakt, hocheffizient und sicher konstruiert.
Neben der Entwicklung des Raumanzugs kommt auch die Forschung zur Gesundheit von Astronauten voran: Das „Bettruhe“-Experiment „Dixing-3“ wurde abgeschlossen, um Herausforderungen beim Schutz des menschlichen Körpers während Langzeitaufenthalten im Weltraum und bemannten Mondlandungsmissionen anzugehen.
Laut Qu Lina, einer Expertin des Zentrums, begann das Experiment im Mai dieses Jahres. Die Teilnehmer wurden verschiedenen Gruppen zugeordnet und verbrachten 15 oder 30 Tage im Bett. Während des Experiments verrichteten sie alltägliche Tätigkeiten wie Essen, Waschen, Schlafen und Toilettengänge, alle im Liegen im Bett.
Den Ergebnissen zufolge lassen sich die Knochen, Muskeln und das Herz-Kreislauf-System des Menschen durch die untersuchten Verfahren wirksam schützen. Damit liefert das Experiment technische Unterstützung für lange Weltraumaufenthalte und bemannte Mondmissionen.