21-09-2026
Das als Chinas „Mondkuchendorf“ bekannte Dorf Huangzhuang in der Provinz Hebei hat in diesem Jahr zum ersten Mal seine handgemachten Mondkuchen in großem Stil exportiert und von den ausländischen Märkten positive Resonanz erhalten.
Die Herstellung von Mondkuchen in Handarbeit reicht in dem Dorf bis in die 1960er und 1970er Jahre zurück. In den letzten Jahren sind seine Produkte wegen ihres hausgemachten Geschmacks und der schlichten Verpackung im Netz viral gegangen. Pro Tag produzieren die führenden Unternehmen des Dorfs in Spitzenzeiten über 200.000 Packungen.

Ein Arbeiter kontrolliert Mondkuchen in einer Fertigungshalle, 16. September 2026. (Foto: Zhai Yujia/China News Service/VCG)
Laut dem Geschäftsführer eines lokalen Betriebs, Han Baowen, seien im Juli mehr als 20.000 Packungen nach Australien und Ende August 30.000 Packungen nach Südkorea geliefert worden. Eine weitere Lieferung von 30.000 Packungen nach Südkorea sei am Montag verschickt worden, wodurch der Gesamtwert der Exporte eine Million Yuan (etwa 130.000 Euro) überschritten habe.
Die nach Australien gesendeten Mondkuchen waren innerhalb von sieben Tagen, die nach Südkorea gelieferten sogar in drei Tagen, restlos vergriffen.
Han zufolge habe sich das Unternehmen bei den exportierten Mondkuchen für klassische Geschmacksrichtungen entschieden. Die Verpackungen erfüllen mit Zutatenlisten in der jeweiligen Landessprache die Exportvorschriften. Daneben sind noch chinesische Beschriftungen aufgedruckt, um dem „Mondkuchendorf“ zu mehr internationaler Bekanntheit zu verhelfen.
Wie der Dorfkader Tian Yafeng anmerkt, haben die Hersteller den Öl- und Zuckergehalt gesenkt und Mondkuchen mit Teegeschmack sowie medizinische Mondkuchen auf den Markt gebracht, um sich ein unverwechselbares Profil zu geben.
Der Wert der in Huangzhuang produzierten Mondkuchen überstieg 2025 die Marke von 100 Millionen Yuan. Heute gibt es in dem Dorf 113 Produzenten von Mondkuchen, die einen großen industriellen Cluster bilden.