09-09-2026
Chinas Importe legten im August in US-Dollar gerechnet gegenüber dem Vorjahresmonat um 28,2 Prozent zu. Damit verzeichneten sie den sechsten Monat in Folge ein höheres Wachstum als die Exporte und stiegen den vierten Monat hintereinander zweistellig.

Ein Frachtschiff legt am 5. August 2025 vom Hafen Yantai in der Provinz Shandong ab. (Foto: VCG)
Den am Dienstag von der Allgemeinen Zollverwaltung veröffentlichten Daten zufolge erreichte Chinas Außenhandel im August ein Volumen von 683,8 Milliarden US-Dollar (etwa 588 Milliarden Euro) und lag damit 26,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 25,0 Prozent, womit sich das Wachstum im Vergleich zum Vormonat beschleunigte und den Prognosen der Analysten entspricht. Der Handelsüberschuss belief sich im August auf 119,09 Milliarden US-Dollar (etwa 102,39 Milliarden Euro).
Der Handel mit den Mitgliedern der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) verzeichnete kräftige Zuwächse: Die Importe aus RCEP-Partnerländern stiegen um 37,8 Prozent, die Exporte in die Partnerstaaten um 24 Prozent.
Die stark steigende weltweite Nachfrage nach KI-Infrastruktur trieb die Exporte integrierter Schaltkreise, die im August einen Wert von 40,73 Milliarden US-Dollar (rund 35,02 Milliarden Euro) erreichten. Die Summe dieser Exporte beläuft sich bis August auf 256,75 Milliarden US-Dollar (rund 220,75 Milliarden Euro), was einen Anstieg um 103,9 Prozent im Vorjahresvergleich bedeutet.
Mit der weltweit größten Industrieproduktion und dem zweitgrößten Konsummarkt positioniert China seine Wirtschaft weiter als globalen Wachstumsmotor. Seit 17 Jahren in Folge verzeichnet das Land die zweitmeisten Einfuhren aller Staaten weltweit.
Chinesische Funktionäre betonen wiederholt, dass China einen Handelsüberschuss nicht aktiv anstrebt. Stattdessen setze das Land auf eine weitreichende Öffnung, gewähre 63 Ländern zollfreien Marktzugang und senke den durchschnittlichen Zollsatz auf 7,3 Prozent. Durch eine weitere Marktöffnung will China seine enorme Binnennachfrage internationalen Partnern zugänglich machen.