03-11-2026
Ein Team des Kunming Institute of Zoology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) hat vor kurzem gemeinsam mit birmanischen Forschern im Irrawaddy-Flusssystem in Myanmar eine neue Fischart der Gattung Laubuka entdeckt: Laubuka caeruleostriata (auf Deutsch in etwa „Blau gestreifter Laubuka“). Die Ergebnisse wurden in der internationalen Fachzeitschrift Zoological Systematics veröffentlicht.
Bisher umfasste die Gattung Laubuka 15 anerkannte Arten. Sie gehört zu den kleinen Fischen, die vor allem in den tropischen Regionen Süd- und Südostasiens verbreitet sind. Zwischen August und September 2024 sammelten die Forscher einige Exemplare von Fischen der Gattung Laubuka im Rangun-Fluss, der zum Irrawaddy-Flusssystem gehört. Im Dezember 2025 folgten weitere Exemplare aus dem Fluss Pyapon im Irrawaddy-Delta. Zuvor hatten keine Nachweise über das Vorkommen von Fischen der Gattung Laubuka in diesen beiden Flüssen vorgelegen. Gestützt auf morphologische und molekulare Befunde bestimmte das Team die gesammelten Exemplare als eine neue Art der Gattung Laubuka und nannte sie Laubuka caeruleostriata.
Laut Chen Xiaoyong, korrespondierender Autor der Studie und Forscher am Kunming Institute of Zoology der CAS, weise Laubuka caeruleostriata an den Körperseiten jeweils einen goldenen und einen blauen Längsstreifen auf. Unterhalb des blauen Streifens sei der Körper durchsichtig. Der Ansatz der Rückenflosse sei weniger als halb so lang wie der Ansatz der Afterflosse, die Spitze der Brustflosse überrage die der Bauchflosse und vor der Rückenflosse befänden sich 21 bis 22 Schuppen. Durch diese Merkmale unterscheide sich Laubuka caeruleostriata von den übrigen Arten seiner Gattung. Molekulare Analysen ergaben, dass die neue Art im Stammbaum einen eigenen evolutionären Zweig bilde, was ihren Status als eigenständige neue Art stütze.
Mit der Entdeckung von Laubuka caeruleostriata steigt die Anzahl der anerkannten Arten der Gattung Laubuka nun auf 16. Das Habitat der neu entdeckten Art umfasst vor allem saisonal wasserführende Bäche und künstliche Kanäle in der Nähe von Reisfeldern, weshalb sie durch landwirtschaftliche Aktivitäten besonders ist. Daher betont Chen Xiaoyong die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und weiterer Forschung.