02-11-2026
Die Logistiknachfrage in China verzeichnete in den ersten drei Quartalen des Jahres ein stabiles Wachstum, das durch die Modernisierung der Industrie und eine robuste High-End-Produktion gestützt wurde, wie aus offiziellen Daten vom Sonntag hervorgeht.
Nach Angaben des Chinesischen Verbands für Logistik und Beschaffung belief sich der gesamtwirtschaftliche Wert der Logistik von Januar bis September auf 280 Billionen Yuan (etwa 37,7 Billionen Euro) – ein Anstieg um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Wert der Industriegüterlogistik legte im selben Zeitraum um 5,3 Prozent zu und trug damit 78 Prozent zum Gesamtwachstum bei.
Im Rahmen dieses Wachstums spielten laut dem Verband der Maschinenbau und die Hightech-Fertigung, deren Anteile auf 37,6 Prozent bzw. 18,3 Prozent stiegen, eine tragende Rolle.
Die Logistikvolumina für neue Produkte wie intelligente Armbänder, 3D-Drucker und Sensoren nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 77,1 Prozent, 62,5 Prozent bzw. 16,4 Prozent zu. Dies verdeutlicht eine zunehmende Verlagerung der Nachfrage in der Industrielogistik hin zu neuen und höherwertigen Bereichen.
Von Januar bis September beliefen sich die gesamtgesellschaftlichen Logistikkosten auf 14,8 Billionen Yuan, was einem Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Verhältnis der gesamtgesellschaftlichen Logistikkosten zum BIP lag bei 13,8 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
„Die Vorteile niedrigerer Logistikkosten kommen weiterhin der Realwirtschaft zugute“, erklärte Liu Yuhang, Chefingenieur des Verbandes.
Mit Blick auf das vierte Quartal erklärte Liu, mit dem Beginn der E-Commerce-Hochsaison und dem Produktionsanstieg zum Jahresende sei mit einem sprunghaften Anstieg der Logistiknachfrage zu rechnen.
Eine hochwertige Entwicklung des Logistiksektors werde die Erholung der Realwirtschaft und die Erreichung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsziele für das Gesamtjahr maßgeblich unterstützen.