15-10-2026
Der zwischen China und der Europäischen Union (EU) erzielte Konsens über den Handel mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird dazu beitragen, die Erwartungen der Industrie auf beiden Seiten zu stabilisieren und den reibungslosen Betrieb der Automobilindustrie und -lieferketten sicherzustellen, teilte der Chinesische Verband der Automobilhersteller (CAAM) am Mittwoch mit.
Der Konsens sei das Ergebnis intensiver bilateraler Gespräche im Rahmen des Konsultationsmechanismus zwischen China und der EU zu Handels- und Investitionsfragen, die basierend auf den Grundsätzen des gegenseitigen Respekts und gleichberechtigter Konsultation geführt worden seien, hieß es in einer Erklärung des CAAM.

Besucher am Stand des chinesischen Autoherstellers BYD auf der Paris Motor Show 2026 am 13. Oktober 2026. (Foto: Xinhua/Wu Huiwo)
Als große Volkswirtschaften und Automobilmärkte verfügten China und die EU über eine starke industrielle Komplementarität und ein breites Spektrum an Kooperationsmöglichkeiten, erklärte der Verband.
Dem CAAM zufolge ist der Umgang mit Differenzen und eine angemessene Bewältigung von Handelskonflikten durch institutionalisierte Konsultationen, Dialog statt Konfrontation und die Beilegung von Streitigkeiten durch Zusammenarbeit eine rationale Entscheidung, die den grundlegenden Interessen beider Seiten dient.
Eskalierende Handelsspannungen würden die Geschäftskosten erhöhen, die normale Marktordnung stören und den Verbrauchern schaden und gleichzeitig die Transformation und Modernisierung der Automobilindustrie behindern, so der CAAM.
In Bezug auf Hybridfahrzeuge betonten und bestätigten beide Seiten drei Grundprinzipien: Achtung der Fakten, Gleichbehandlung und Einhaltung der Regeln der Welthandelsorganisation.
Bei Elektrofahrzeugen gelang China und der EU im Januar dieses Jahres im EU-Antisubventionsverfahren eine „sanfte Landung“, indem die EU eine allgemeine Leitlinie zu Preisverpflichtungen veröffentlichte. Die EU wird die entsprechenden Verfahren zu Preisverpflichtungen der in den Fall involvierten Unternehmen sowie andere Überprüfungsverfahren weiter vorantreiben.
Der Konsens wird laut CAAM ein besser vorhersehbares Umfeld für Automobilunternehmen schaffen, um die Kooperation im Bereich Handel und Investitionen fortzusetzen und dazu beitragen, die gemeinsamen Interessen von Branchenakteuren und Verbrauchern auf beiden Seiten zu schützen.
Der Verband teilte mit, sich weiterhin für den Dialog und die Abstimmung innerhalb der Branche einzusetzen. Er wird China und die EU dabei unterstützen, im Rahmen des Konsultationsmechanismus zu Handels- und Investitionsfragen gemeinsam den erzielten Konsens umzusetzen und Differenzen angemessen beizulegen sowie ein faires, offenes und diskriminierungsfreies internationales Handelsumfeld aufrechtzuerhalten.