13-10-2026
german 13-10-2026
Politik Technik Archiv
Wirtschaft Videos Chinesische Geschichten
Kultur Bilder
Gesellschaft Interviews
Startseite>>Gesellschaft

Chinas Nationalparks stärken Ökosysteme und den Artenschutz

(German.people.cn)  Dienstag, 13. Oktober 2026

  

Während das Nationalparksystem mit chinesischen Eigenschaften Gestalt annimmt, sich die Qualität der natürlichen Ökosysteme in Schlüsselregionen weiter verbessert und die Bestände bedeutender Tierarten stetig zunehmen, haben die ersten Nationalparks Chinas fünf Jahre nach ihrer Gründung beachtliche Erfolge erzielt. Dies teilte die Nationale Forst- und Graslandverwaltung am Montag mit.

Am 12. Oktober 2021 hatte China offiziell die Gründung des Sanjiangyuan-Nationalparks, des Riesenpanda-Nationalparks, des Tiger- und Leoparden-Nationalparks im Nordosten des Landes, des Hainan-Tropenregenwald-Nationalparks und des Wuyishan-Nationalparks bekannt gegeben.

Mit einer Gesamtfläche von 230.000 Quadratkilometern verbinden und optimieren die fünf Parks mehr als 120 Schutzgebiete unterschiedlicher Art und Ausprägung.

In den seither vergangenen fünf Jahren hätten die Parks den ganzheitlichen Schutz und die Renaturierung von Bergen, Flüssen, Wäldern, Ackerland, Seen, Grasland und Wüsten vorangetrieben, wie die Verwaltung in einer Pressemitteilung feststellte.

Wie es weiter hieß, hätten Maßnahmen wie die Wiederherstellung von Lebensräumen, der Bau ökologischer Korridore und eine strengere Kontrolle menschlicher Aktivitäten dazu beigetragen, die ökologischen Grundlagen wichtiger Regionen zu stärken.

Im Riesenpanda-Nationalpark seien beispielsweise 13 ökologische Korridore angelegt worden, um voneinander isolierte lokale Populationen wildlebender Riesenpandas miteinander zu verbinden. Dadurch sei die Vernetzung der verschiedenen Lebensräume erheblich verbessert worden, hieß es in der Pressemitteilung.

Nach Angaben der Verwaltung bietet der Park mittlerweile mehr als 70 Prozent der wildlebenden Riesenpandas in China Schutz.

Sie teilte mit, auch der Tiger- und Leoparden-Nationalpark im Nordosten des Landes habe deutliche Fortschritte erzielt. Auf einer Fläche von über 40.000 Hektar habe der Park Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Ökosysteme durchgeführt und grenzüberschreitende ökologische Korridore ausgebaut, um Wanderungen und den Austausch zwischen Wildtierpopulationen zu erleichtern.

Die Zahl der wildlebenden Sibirischen Tiger im Park ist seit dessen Gründung von 27 auf 72 gestiegen, während die Zahl wilder Amurleoparden von 42 auf 115 zugenommen hat, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht.

Auch bei anderen bedeutenden Arten ist laut der Regierung eine deutliche Erholung zu beobachten.

Im Sanjiangyuan-Nationalpark ist der Bestand der Tibetantilopen auf über 70.000 Tiere gestiegen, während er vor Beginn des Nationalpark-Pilotprojekts im Jahr 2015 noch bei weniger als 20.000 gelegen hatte.

Im Hainan-Tropenregenwald-Nationalpark ist der Bestand der Hainan-Gibbons auf sieben Gruppen mit insgesamt 44 Einzeltieren angewachsen, womit er der einzige weiter wachsende Gibbon-Bestand weltweit ist.

Die fünf Nationalparks haben laut der Pressemitteilung auch zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung beigetragen. Fast 50.000 Anwohner wurden als Naturschutzwächter eingestellt und verdienen jeweils zwischen 12.000 Yuan (1.603 Euro) und 21.000 Yuan pro Jahr.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter!

German.people.cn, die etwas andere China-Seite.