09-10-2026
Wie das Ministerium für natürliche Ressourcen und das China Geological Survey (CGS) mitteilten, hat das Bohrschiff „Mengxiang“ kürzlich seine Testbohrungen im Südchinesischen Meer abgeschlossen und ist nach Guangzhou in der Provinz Guangdong zurückgekehrt. Die 30 Tage dauernde Mission im Südchinesischen Meer umfasste die Entnahme von Bohrkernen aus zwei Bohrlöchern in einer Wassertiefe von 4.100 Metern und die Gewinnung von Basaltproben. Damit beherrscht China nun den gesamten Prozess wissenschaftlicher Ozeanbohrungen in extremen Wassertiefen. Bei der Mission konnten mehrere wissenschaftliche Durchbrüche, etwa bei der Forschung zur tektonischen Evolution des Südchinesischen Meeres, beim Aufbau eines Systems zur Entnahme von Bohrkernen sowie beim Einsatz chinesischer Ausrüstung für Kernbohrungen, erzielt werden. Damit hat China die Fähigkeit erhalten, Bohrkerne aus einer Tiefe von etwa 5.000 Metern zu entnehmen.
Wie es heißt, erreichte die tiefste Bohrung 4.929,17 Meter unter dem Meeresspiegel, wovon 864,77 Meter durch die Bohrung selbst erzielt wurden. Dies bedeutet einen neuen Rekord für eine Bohrung in dieser Wassertiefe, die China selbstständig durchgeführt hat. Mithilfe eines selbst entwickelten rotierenden Kernbohrwerkzeugs entnahm das Team erfolgreich 4,27 Meter lange Basalt-Bohrkernproben. Chinas Fähigkeiten zur effizienten Entnahme von Bohrkernen aus Tiefseebohrungen erreichen damit internationale Spitzenklasse. Nach den Vereinigten Staaten und Japan ist China das weltweit dritte Land, das mit einem Bohrschiff Hartgesteinsproben aus einem Tiefseebecken gewinnen konnte. Gleichzeitig wurde ein System zur Entnahme von Bohrkernen aufgebaut, das dem Niveau internationaler Ozeanbohrungen entspricht. Bei mehreren Bohrdurchgängen wurde eine Kerngewinnungsrate von über 100 Prozent erzielt; Effizienz, Qualität und Stabilität der Kernentnahme erreichten so internationales Spitzenniveau wissenschaftlicher Ozeanbohrungen.