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Chinas Arktisexpedition liefert Daten für Klimamodelle

(German.people.cn)  Donnerstag, 08. Oktober 2026

  

Chinas 16. Arktisexpedition hat die Möglichkeiten des Landes erweitert, die Nordpolarregion ganzjährig zu beobachten. Die gewonnenen Daten sollen der globalen Klimaforschung zugutekommen und genauere Vorhersagen ermöglichen.


Das Forschungsschiff „Xuelong 2“ bei der Rückkehr nach Shanghai nach seiner fast dreimonatigen Arktisexpedition am 30. September 2026. (Foto: VCG)

Die Expeditionsschiffe „Xuelong“ und „Xuelong 2“ haben inzwischen wieder in Shanghai angelegt, während die „Jidi“ und die „Tansuo 3“ voraussichtlich Mitte Oktober zurückkehren werden.

Im Mittelpunkt der Mission standen der Klimawandel und seine globalen Auswirkungen. Dabei wurden vor allem Meereis, Hydrologie, Biologie, Ökosysteme und atmosphärische Bedingungen in den Schlüsselregionen des Arktischen Ozeans untersucht.

Mit Arbeiten an 19 Forschungsstationen auf dem Eis begann eine neue Phase der chinesischen Arktisforschung. Durch Vermessungen von den Schiffen aus konnte der Umfang der Untersuchungen erweitert werden und durch Beobachtungen vom Eis aus kann nun statt kurzfristiger Probenahmen im Sommer eine kontinuierliche, ganzjährige Überwachung erfolgen.

Derzeit erfolgt die Überwachung des arktischen Meereises und der Veränderungen im Ozean größtenteils mithilfe von Satelliten. Diese bieten zwar eine umfassende Abdeckung, lassen jedoch kleinräumige Veränderungen außer Acht, außerdem werden ihre optischen Sensoren durch Wolken und Wetterbedingungen beeinträchtigt. Beobachtungen vor Ort tragen dazu bei, die Genauigkeit von Vorhersagen zu verbessern.

„Indem wir während unserer Reise das Meereis beobachteten und unsere Ergebnisse mit den Fernerkundungsdaten der Satelliten vergleichen, können wir die Zuverlässigkeit der Satellitendaten besser einschätzen. Solche Beobachtungen sind unverzichtbar, um die Satellitenüberwachung des Meereises zu verbessern, insbesondere zur Vorhersage von Veränderungen des Meereises“, erklärt He Jianfeng, leitender Wissenschaftler der 16. chinesischen Arktisexpedition.

„Wenn es uns gelingt, ein relativ groß angelegtes Beobachtungsnetzwerk aufzubauen, wird dies einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Genauigkeit von Prognosen zum Klimawandel in der Arktis zu verbessern. Gleichzeitig können chinesische Wissenschaftler die Klimamodellierung so wirksamer unterstützen“, so He.

Der Einfluss der Arktis auf das Klima in China ist nach wie vor Gegenstand laufender Forschungsarbeiten. Die während der Expedition direkt vor Ort gesammelten Daten sollen das Verständnis dieser Zusammenhänge vertiefen, die Meereis- und Wettervorhersagen entlang der Nordostpassage verbessern und die Optimierung der chinesischen Klimamodelle sowie die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge unterstützen.

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