20-08-2026
Der Chinesische Verband für Menschen mit Behinderung (CDPF) gab am Mittwoch bekannt, dass im Rahmen des nationalen Partnerschaftshilfeprogramms in den nächsten fünf Jahren Anstrengungen zur Entwicklung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Xizang und anderen von Tibetern bewohnten Regionen unternommen würden.
Wie aus einem auf einer CDPF-Arbeitstagung verabschiedeten Rundschreiben hervorgeht, wird der Verband während des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) das Autonome Gebiet Xizang sowie die tibetischen Siedlungsgebiete in den Provinzen Sichuan, Yunnan, Gansu und Qinghai dabei unterstützen, den Zugang von Kindern mit Behinderung zur Pflichtschulbildung zu verbessern und mehr Jugendlichen den Besuch der Oberstufe zu ermöglichen.
Darüber hinaus sollen Maßnahmen ergriffen werden, um den betroffenen Gruppen den Zugang zu Berufs- und Hochschulbildung zu erleichtern, hieß es in dem Rundschreiben.
In den vergangenen fünf Jahren hat Xizang nach auf der Konferenz veröffentlichten Daten die Bildungschancen für Menschen mit Behinderung kontinuierlich verbessert. Die sieben Förderschulen der Region ermöglichen derzeit 1.037 behinderten Schülern einen regulären Schulbesuch.
Insgesamt 3.621 behinderte Kinder werden gemeinsam mit anderen Schülern in Regelschulen unterrichtet, 2.570 Kinder werden zuhause oder im Rahmen speziell auf sie zugeschnittener Bildungsangebote betreut. Den Daten zufolge liegt die Einschulungsquote von behinderten Kindern in der Pflichtschulbildung konstant bei etwa 97 Prozent.
Auch Menschen mit Behinderungen, die ein Hochschulstudium aufnehmen möchten, können verschiedene Formen finanzieller Förderung in Anspruch nehmen.
Laut CDPF unterstützen der Verband und seine lokalen Zweigstellen im Zeitraum 2026–2030 Xizang und die anderen tibetischen Siedlungsgebiete bei der Bereitstellung medizinischer und therapeutischer Angebote für Menschen mit Behinderung sowie speziell auf Kinder angepasster Förderung.
Außerdem unterstützen sie die Beschäftigungsförderung für Menschen mit Behinderung und stellen die Umsetzung sozialer Schutzmaßnahmen für die betroffenen Gruppen sicher.
Weitere Anstrengungen werden laut dem CDPF-Schreiben unternommen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Sport- und Fitnessaktivitäten weiter zu fördern.
Seit 2012 ist Xizang in China führend bei der Bereitstellung von 15 Jahren kostenloser Bildung für Kinder, die den Kindergarten und die gesamte Schulbildung umfasst.
Während des 14. Fünfjahresplans (2021–2025) beliefen sich die staatlichen Bildungsinvestitionen insgesamt auf 183 Milliarden Yuan (rund 23,3 Milliarden Euro), ein Anstieg um über 42 Prozent gegenüber den fünf Jahren zuvor. Mehr als 3,5 Milliarden Yuan (etwa 446 Millionen Euro) wurden dem Programm für kostenlose Bildung bereitgestellt, von dem insgesamt über 3,9 Millionen Schüler profitiert haben.
In Xizang blieben über 97 Prozent der Kinder während der gesamten neunjährigen Schulpflichtzeit in der Schule.
Zugleich haben die im Rahmen des Partnerschaftshilfeprogramms mit Xizang verbundenen Provinzen und Städte in den letzten fünf Jahren über 800 Lehrer in die Region entsandt.
Die Zahl der Hochschulabsolventen pro 100.000 Einwohner hat sich in der Region zwischen 2010 und 2020 von 5.507 auf 11.019 verdoppelt, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.
2025 eröffnete Xizang drei neue Hochschulen, wodurch das bestehende Hochschulnetzwerk weiter verbessert wurde. Bei den neu in den Arbeitsmarkt eingetretenen Personen besitzen 59 Prozent einen Hochschulabschluss.