06-08-2026
China hat Japan aufgefordert, seine historische Schuld gründlich zu reflektieren sowie aufzuhören, Vorwände für die Stärkung des Militärs und die Aufrüstung zu suchen.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, sagte am Mittwoch in Beijing, die japanischen Militaristen hätten Asien und der Welt einst unermessliches Leid zugefügt und unsägliche Verbrechen begangen. Doch Japan habe es nicht nur versäumt, diese Geschichte zu reflektieren, sondern treibe auch die „Remilitarisierung“ immer weiter voran, verstoße dabei gegen die eigene Verfassung sowie gegen internationales und nationales Recht und stelle die internationale Nachkriegsordnung in Frage. Dies sei zu einem ernstzunehmenden Faktor geworden, der den Frieden und die Stabilität in der Region bedrohe.
Das jüngste japanische Weißbuch preise weiterhin den Ausbau von Offensivkapazitäten mit großer Reichweite und neue Formen der Kriegsführung an und stelle Japans Wiederaufrüstung sogar als Wachstumsmotor dar, so Lin weiter.
Die internationale Gemeinschaft müsse weiterhin höchste Wachsamkeit walten lassen und diesem entgegenwirken. China fordere Japan nachdrücklich auf, seine historischen Verbrechen aufrichtig zu bereuen, aus der Geschichte zu lernen, keine Rechtfertigungen mehr für seinen militärischen Aufbau zu erfinden und von diesem falschen Weg abzurücken.