05-08-2026
Das chinesische Verteidigungsministerium hat am Dienstag die Aussagen zum chinesischen Militär im neuen japanischen Verteidigungsweißbuch zurückgewiesen.
Wie der Sprecher des Ministeriums, Chen Xi, erklärte, werde darin die sogenannte „China-Bedrohung“-Rhetorik hochgespielt, die lediglich als Vorwand diene, um die Beschränkungen für den eigenen militärischen Aufbau Japans zu lockern.
Die Äußerungen erfolgten, nachdem das japanische Verteidigungsministerium sein Weißbuch „Verteidigung Japans 2026“ veröffentlicht hatte. In diesem werden Chinas militärische Aktivitäten als die „größte strategische Herausforderung aller Zeiten“ für Japan bezeichnet. Der Bericht kritisierte zudem chinesische Militäraktivitäten in der Region um Taiwan und zeichnete ein Bild eines zunehmend angespannten regionalen Sicherheitsumfelds.
Chen wies das Weißbuch als „voller falscher Darstellungen“ zurück und erklärte, Japan nutze Sicherheitsbedenken als Vorwand, um langjährige Beschränkungen für sein Militär aufzuheben.
Laut Chen haben die japanischen Regierungsbehörden die Überarbeitung der drei wichtigsten Sicherheitsdokumente des Landes beschleunigt, die Verteidigungsausgaben kontinuierlich erhöht und die Fähigkeiten für Langstreckenangriffe ausgebaut. Zudem versuchen sie, die militärische Expansion in den nationalen Institutionen, der Industrie und der öffentlichen Meinung zu verankern.
Chen warnte, dass der „neue Militarismus“ Japans zu einer ernsthaften Herausforderung für die internationale Nachkriegsordnung sowie zu einer echten Bedrohung für den regionalen Frieden und die Stabilität geworden sei.