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Der grundlegende Irrtum hinter der These von „Chinas Überkapazitäten“

(German.people.cn)  Donnerstag, 30. Juli 2026

  

In jüngster Zeit haben einige Länder Entwicklungsprobleme wie die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit ihrer heimischen Industrie und die Deindustrialisierung China angelastet und unter dem Vorwand angeblicher „Überkapazitäten“ verschiedene Handelsbeschränkungen gegen China eingeführt. Als Reaktion auf diese Politisierung wirtschafts- und handelspolitischer Fragen veröffentlichte das chinesische Handelsministerium das knapp 12.000 Zeichen umfassende Dokument „Chinas Standpunkt zur sogenannten Frage der ,Überkapazitäten‘“, das die entsprechenden Fehlbehauptungen anhand objektiver Fakten und umfassender Daten widerlegt und Missverständnisse in der internationalen Wahrnehmung ausräumt.


In Xiamen, Provinz Fujian, warten in China hergestellte Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf den Versand nach Europa. (Foto: Xinhua)

Aus Sicht der Marktwirtschaft befindet sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei Produktionskapazitäten stets in einem dynamischen Gleichgewicht. Ein dauerhaftes Gleichgewicht existiert nicht, weshalb kurzfristige Marktschwankungen nicht als Beleg für Überkapazitäten dienen können. Ein Vergleich mit den langfristigen Kapazitätsdaten der USA zeigt, dass die Kapazitätsauslastung der chinesischen Kernindustrien des verarbeitenden Gewerbes seit Langem auf einem gesunden Niveau liegt.

Das Dokument räumt systematisch mit vier verbreiteten Fehlvorstellungen auf. Erstens: Industriesubventionen bedeuten nicht automatisch Überkapazitäten. Zweitens: Ein Handelsüberschuss ist nicht mit Überkapazitäten gleichzusetzen. Drittens: Die Behauptung einer unzureichenden Binnennachfrage entspricht nicht den Tatsachen. Viertens: Ein funktionierender Wettbewerb begrenzt eine ungeordnete Ausweitung der Produktionskapazitäten von selbst.

Der deutliche Kostenrückgang in der globalen neuen Energiewirtschaft beruht auf den Innovationen in den chinesischen industriellen Wertschöpfungsketten und den Vorteilen der großflächigen Produktion. Von der kostengünstigen Entwicklung sauberer Energie profitieren alle Länder.

Mit der Veröffentlichung des Standpunktdokuments will China nicht nur auf öffentliche Vorwürfe reagieren, sondern zu einer gemeinsamen Entwicklung durch die Zusammenarbeit entlang der Industrieketten aufrufen. Unterschiede bei der industriellen Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Länder sind auf ihre jeweilige Industriestruktur und ihr Transformationstempo zurückzuführen – nicht auf die industrielle Entwicklung Chinas. Alle Länder sollten den Handelsprotektionismus aufgeben, Differenzen im Rahmen multilateraler Regeln durch Konsultationen lösen und durch Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen den globalen Wohlstand gemeinsam fördern.

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