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Chinas KI-Frühwarnplattform MAZU soll weltweit expandieren

(German.people.cn)  Freitag, 17. Juli 2026

  

Am 17. Juli werden in Shanghai die World AI Conference (WAIC) 2026 und das Hochrangige Treffen zur globalen KI-Governance eröffnet. Parallel dazu treibt der chinesische Wetterdienst die Nutzung Künstlicher Intelligenz voran, um Frühwarnsysteme zu verbessern und internationale Dienste auszubauen.

Laut der China Meteorological Administration (CMA) wird auf dem Meteorologie-Forum der WAIC 2026 die sogenannte „Djibouti 2.0“-Version des chinesischen Frühwarnsystems MAZU vorgestellt. Sie kombiniert Algorithmen für Kurzfrist-Vorhersagen mit KI-basierten Vorhersagemodellen und ermöglicht so eine eigenständige Überwachung von Extremwetterereignissen sowie frühzeitige Warnungen vor drohenden Katastrophen.

Die Abkürzung MAZU steht für „Multi-hazard, Alert, Zero-gap und Universal“ (zu deutsch etwa: gefahrenübergreifendes, lückenloses, universelles Warnsystem) und ist Chinas cloudbasierte KI-Frühwarnlösung. Sie soll aktuelle und leicht zugängliche Wetter- und Klimadienste bereitstellen und zugleich gefahrenübergreifende Risiken in verschiedenen Regionen senken.

Wie die CMA mitteilte, haben schon Wetterdienste aus mehr als 40 Ländern über die Cloud auf die Plattform zugegriffen. In Pakistan, Äthiopien, den Salomonen, Jordanien, Sri Lanka, der Mongolei und Dschibuti wurden spezielle, an die jeweilige Situation angepasste Versionen in Betrieb genommen, um den individuellen Bedürfnissen der Länder nach Überwachung, Vorhersagen, der Ausgabe von Warnungen und der Weitergabe von Informationen nachzukommen.

Der nächste Schritt sei nun, flexiblere Anpassungen an verschiedene Nutzer zu ermöglichen, erklärte die CMA. Künstliche Intelligenz spiele eine immer bedeutendere Rolle bei der Prävention und Bekämpfung von Katastrophen, während sich Frühwarnprodukte von reinen Vorhersagen zu Diensten weiterentwickelten, die konkrete Auswirkungen in den Mittelpunkt stellen.

Der CMA-Chef Chen Zhenlin stellte klar: „Der Klimawandel ist eine gemeinsame Herausforderung für die gesamte Menschheit“. Er wies darauf hin, dass frühzeitige Warnungen als kosteneffizientes Instrument rasch Wirkung entfalten könnten, um Leben und Eigentum zu schützen.

Da die globale KI-Governance auf der WAIC 2026 ganz oben auf der Tagesordnung steht, kündigten Chinas Wetterbehörden an, MAZU und andere KI-Anwendungen weiter zu verbessern und international zugänglich zu machen. Damit sollten Länder unterstützt werden, die von Extremwetter und Klimarisiken betroffen sind.

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