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Neue Studie liefert wissenschaftliche Belege für die regionale Bekämpfung von Wüstenbildung und ökologische Wiederherstellung

(German.people.cn)  Freitag, 03. Juli 2026

  

Eine neue Studie chinesischer Wissenschaftler liefert wertvolle Erkenntnisse für die regionale Bekämpfung von Wüstenbildung und ökologische Wiederherstellung. Durch die Analyse von Jahresringen eines bestimmten Wüstenstrauchs schließt sie eine Lücke bei der genauen langfristigen Rekonstruktion von Wüstenbildungsprozessen.


Ein am 10. April 2026 aufgenommenes Drohnenfoto zeigt Arbeiter, die in der Tengger-Wüste in der Autonomen Region Ningxia der Hui-Nationalität im Nordwesten Chinas schachbrettartige Barrieren aus Stroh in den Sand einbringen. Die Arbeiter in der Stadt Zhongwei errichten diese Hindernisse in der Tengger-Wüste, um die Effizienz der Wüstenbekämpfung zu verbessern. (Xinhua/Yang Zhisen)

Die Studie wurde von Forschern des Northwest Institute of Eco-Environment and Resources (NIEER) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt und ihre Ergebnisse nach Angaben des Instituts in mehreren Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter dem Journal of Environmental Management, dem Journal of Forestry Research, Catena und Gondwana Research.

Die Bewertung weltweit bestehender Risiken zur Wüstenbildung und die Rekonstruktion langfristiger Entwicklungsprozesse sind von entscheidender Bedeutung für die Ausarbeitung regionaler Bekämpfungsstrategien und die Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD). Allerdings sei das Verständnis des Risikos großflächiger Wüstenbildung nach wie vor unzureichend und es gebe nur wenige Studien, die sich mit der langfristigen Rekonstruktion des genauen Verlaufs von Wüstenbildung befassen, so Xiao Shengchun, Forscher am NIEER und Leiter des Forschungsteams.

Er wies darauf hin, dass es für Wissenschaftler nach wie vor schwierig sei, sich ohne einen einheitlichen Ansatz ein umfassendes Bild von den globalen Mustern der Wüstenbildung zu verschaffen und die wesentlichen Ursachen dieses Phänomens auf globaler Ebene zu ermitteln.

„Um diese Wissenslücken zu schließen, haben wir diese Studie durchgeführt, mit dem Ziel, das Verständnis der Wüstenbildungsmechanismen zu vertiefen und ökologische Wiederherstellung zu unterstützen“, erklärt Xiao.

Das Team berücksichtigte bei der Analyse Informationen aus den Jahresringen eines Wüstenstrauchs. Laut Xiao bilden bestimmte Wüstensträucher deutlich erkennbare Jahresringe, die die Feuchtigkeits-, Klima- und Umweltbedingungen jedes Wachstumsjahres dokumentieren, ähnlich wie Bäume.

Anhand von Fernerkundungsdaten aus verschiedenen Quellen bewerteten die Forscher globale Risiken zur Wüstenbildung, wählten aus verschiedenen Vegetationsindizes geeignete Indikatoren für Wüstenregionen aus und entwickelten anhand der Chronologie der Baumringe von Wüstensträuchern, des Vegetationsindexes und des Wüstenbildungsindexes ein Rekonstruktionsmodell.

Unter Anwendung dieses Modells führten sie Untersuchungen zur Rekonstruktion der räumlich-zeitlichen Entwicklungsmuster und -prozesse historischer Wüstenbildung in den chinesischen Wüsten Tengger und Ulan Buh durch.

Die Ergebnisse zeigen, dass 43,09 Prozent der weltweiten Landfläche einem hohen Wüstenbildungsrisiko ausgesetzt sind, während Gebiete mit geringem und mittlerem Risiko 35,52 Prozent bzw. 21,39 Prozent ausmachen.

Regionen mit hohem und extrem hohem Risiko befinden sich hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Ostafrika, Ostasien, Südafrika, Südamerika und Westafrika. Global betrachtet identifizierten die Forscher Klimabedingungen als wichtigster Faktor für das Wüstenbildungsrisiko, gefolgt von der Qualität der Vegetation und der Bewirtschaftung des Landes.

Am nördlichen Rand der Ulan Buh-Wüste ist die Wüstenbildung insgesamt rückläufig, am Südrand bleibt die Entwicklung eher stabil. Laut der Studie treiben klimatische Faktoren die Wüstenbildung im Norden maßgeblich voran, im Süden wird sie hingegen hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht, wobei Niederschläge ebenfalls eine Rolle spielen.

Xiao erklärt: „Als Nächstes wird unser Team die Untersuchungen auf weitere ähnliche Regionen in China ausweiten, um die Entwicklung räumlich-zeitlicher Muster und die treibende Mechanismen der Wüstenbildung weiter zu erforschen. Damit wollen wir wissenschaftliche Unterstützung für das Three-North Shelterbelt Forest Program sowie weitere Maßnahmen zur Prävention von Wüstenbildung und zu ökologischer Wiederherstellung leisten.“

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