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Franzose übergibt digitalisierte Archivunterlagen zur japanischen Invasion in China

(CRI)  Mittwoch, 06. Mai 2026

  

In der Gedenkhalle für die Opfer des Massakers von Nanjing hat am Montag eine Zeremonie zur Übergabe bedeutender historischer Dokumente stattgefunden. Dabei wurden digitalisierte Kopien diplomatischer Archive übergeben, die im Zusammenhang mit der japanischen Invasion in China stehen.

Die Sammlung umfasst 42 diplomatische Dokumente mit insgesamt 1.993 Seiten. Zusammengetragen wurden sie vom französischen Historiker Bastien Ratat, der die Materialien im Zentrum für diplomatische Archive in Nantes unter der Leitung des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten recherchierte.

Die überwiegend auf Französisch verfassten Dokumente – ergänzt durch Texte auf Englisch, Japanisch und Chinesisch – decken den Zeitraum von 1920 bis 1943 ab. Inhaltlich befassen sie sich unter anderem mit dem Massaker von Nanjing, den Zusammenhängen zwischen Japans Expansion und westlichen Interessen in China sowie mit der Invasion und Ausweitung der japanischen Kontrolle im Nordosten des Landes und angrenzenden Regionen. Die Materialien beleuchten die damaligen Kriegsverbrechen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Ratat erklärte, dass die übergebenen Unterlagen unter anderem Korrespondenzen zwischen französischen Diplomaten und ihren britischen, amerikanischen sowie italienischen Kollegen enthalten. Zudem umfassen sie übersetzte Telegramme der damaligen japanischen Nachrichtenagentur Dōmei, die innerhalb der Akten gegenseitig Bezug nehmen und sich inhaltlich stützen.

Zhou Feng, Kurator der Gedenkstätte in der Provinz Jiangsu im Osten Chinas, erklärte, dass die Dokumente künftig im Dokumentationszentrum für das Massaker von Nanjing aufbewahrt werden.

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