18-03-2026
Chinesische Forscher haben einen medizinischen Durchbruch erzielt, indem sie aus endodermalen Stammzellen gewonnenes Inselgewebe (E-Inselzellen) zur Wiederherstellung der Funktion der Langerhans-Inseln bei Diabetespatienten eingesetzt haben. Dies könnte weltweit Millionen von Betroffenen eine neue Therapieoption eröffnen.
Eine in „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass ein Team aus Shanghai drei Patienten mit Typ-1-Diabetes erfolgreich mit E-Inselzellen behandelt hat. Diese innovative Therapie verdeutlicht das Potenzial solcher Ansätze zur Behandlung dieser schweren chronischen Erkrankung, die traditionell lebenslange Insulininjektionen erfordert.
„Unser Ansatz ist wie der Ersatz eines ,Teils’ beim Patienten“, sagt Cheng Xin, einer der korrespondierenden Autoren der Studie vom Exzellenzzentrum für Molekulare Zellwissenschaft der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.
Herkömmliche Methoden verwenden pluripotente Stammzellen, die als „Wurzel“ der Entwicklung gelten und sich in jeden Zelltyp differenzieren können. Der Prozess der Gewinnung von Langerhans-Inseln ist jedoch ein langwieriger und oft ineffizienter Prozess, zu dem ein In-vitro-„Branching“ gehört, was häufig zur Entstehung von Nichtziel-Zellen führt.
Das neue Verfahren rekonstruiert inselartiges Gewebe mithilfe von Stammzellen, genauer gesagt aus einem endodermalen Zweig, und umgeht so den langwierigen Differenzierungsprozess, der für herkömmliche pluripotente Stammzellen notwendig ist. Dadurch verkürzt sich die Kultivierungszeit von 40 auf nur 14 Tage, und das Risiko einer Tumorbildung wird minimiert, da sich endodermale Stammzellen im lebenden Organismus nicht vermehren.
Die drei in der Studie beschriebenen Fälle umfassen eine 30-jährige Frau mit einer 18-jährigen Diabetes-Anamnese, einen 45-jährigen Mann mit fulminantem Typ-1-Diabetes und ein 15-jähriges Mädchen – der erste Fall eines Kindes, das jemals mit dieser Therapie behandelt wurde.