06-03-2026
Da sich Beijing auf die jährliche Pollensaison im Frühling vorbereitet, wechselt die Stadt von „passivem Schutz“ zu „aktiver Bekämpfung“, indem sie ein innovatives Bio-Spray einsetzt, das als „unsichtbare Maske“ für Wacholderbäume fungiert.
Nach Angaben des Beijinger Amts für Forstwirtschaft und Parks wird die Pollensaison für die zahlreichen Wacholderbäume der Stadt voraussichtlich zwischen dem 7. und 11. März beginnen, mit einem Höhepunkt zwischen dem 15. und 20. März. Innerhalb der fünften Ringstraße gibt es etwa 337.000 Wacholderbäume, von denen rund 168.000 pollenproduzierende männliche Bäume sind.
Als Reaktion darauf wird derzeit ein umfassender Behandlungsplan umgesetzt. Ein wichtiges Instrument ist eine organische Polymerverbindung, die als „Pollenfixiermittel“ bekannt ist und von der Landwirtschaftlichen Universität Beijing entwickelt wurde, wie „Science and Technology Daily“ am Dienstag berichtete.
„Diese Tüte Fixiermittel kann in einen Wasserwagen mit einer Kapazität von einer Tonne gemischt werden. Während die Bewässerung drei- bis fünfmal täglich erfolgen muss, kann unser Produkt mit nur einer Sprühung pro Tag den Pollen mehr als 20-mal effektiver binden als Wasser“, sagte Xing Yu, Professor am College of Plant Science and Technology der Universität.
Das Fixiermittel, das seit drei Jahren erfolgreich getestet wird, bildet eine durchsichtige Schicht auf dem Baum und fängt Pollen ein, bevor sie in die Luft gelangen.
Dieses Pollenfixiermittel ist nun in die Massenproduktion gegangen und wird laut dem Bericht noch in diesem Jahr in den sechs Kerngebieten der Stadt eingesetzt werden.
„Aufgrund unserer Beobachtungen der Phänologie männlicher Wacholderzapfen haben wir festgestellt, dass die Streuungsperiode um den 7. März beginnen sollte“, wird Jiang Yingshu, Direktor der Abteilung für Wissenschaft und Technologie des Beijinger Amts für Forstwirtschaft und Parks, zitiert.
Über technologische Maßnahmen hinaus wurde mit einer neuen Verordnung, die am 1. Januar dieses Jahres in Kraft trat, erstmals das Pollenmanagement in das lokale Recht aufgenommen und damit die Zuständigkeiten der lokalen Behörden geklärt.
Die Wetter- und Forstbehörden arbeiten ebenfalls zusammen, um Echtzeit-Prognosen zur Pollenkonzentration zu veröffentlichen und den Bürgern präzise Hinweise zum persönlichen Schutz zu geben, heißt es in dem Bericht.