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Chinas Mondforschung macht laut Chefkonstrukteur systematische Fortschritte

(German.people.cn)  Donnerstag, 03. April 2025

  


Der Rückholer der Mondsonde Chang'e-6 wird während einer Zeremonie in der China Academy of Space Technology der China Aerospace Science and Technology Corporation in Beijing am 26. Juni 2024 geöffnet. (Foto: Xinhua/Jin Liwang)

Der Chefkonstrukteur von Chinas Monderforschungsprogramm, Wu Weiren, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua, dass dieses Programm in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der wissenschaftlichen Forschung, technologischen Innovation, Entwicklung des Ingenieurwesens und internationalen Zusammenarbeit systematische Fortschritte gemacht habe.

Wu äußerte sich am Dienstag in einem Interview bei der Eröffnung einer Ausstellung zu zwei Jahrzehnten des chinesischen Monderkundungsprogramms im Chinesischen Nationalmuseum.

Er wies darauf hin, dass Chinas Programm zur Erforschung des Mondes eine reichhaltige Menge Geologie- und Umweltdaten hervorgebracht habe und neue Elemente, Mineralien und Phänomene entdeckt worden seien, was das Wissen der Menschheit über den Mond erheblich bereichere.

Wu sagte, China seien nicht nur Durchbrüche bei wesentlichen Raumfahrttechnologien gelungen, sondern es sei auch ein einzigartiges Projektsystem zur Erforschung des Mondes und eine relativ komplette Infrastruktur aufgebaut worden.

Laut Wu hat China die internationale Zusammenarbeit durch Datenaustausch und gemeinsame Forschungsinitiativen aktiv gefördert, was die weltweiten Bemühungen zur Monderkundung erheblich vorangetrieben habe.

Mit Blick auf die Zukunft sagte Wu, dass China den Start der Mission Chang´e-7 um das Jahr 2026 plane, um die Umwelt und die Ressourcen am südlichen Pol des Mondes zu erkunden. Die Mission Chang´e-8, die für das Jahr 2028 vorgesehen ist, werde Experimente für die Verwendung von Mondressourcen an Ort und Stelle durchführen.

Er enthüllt, dass Forscher an einem solarbetriebenen Gerät arbeiten, das Monderde bei Temperaturen von 1.400 bis 1.500 Grad Celsius schmelzen kann, um „Mondziegel“ im 3D-Druckverfahren herzustellen – ein wesentlicher Schritt zum Bau einer künftigen Forschungsstation auf dem Mond. 

Einen Teil der Ausstellung bilden Mondproben, die während der Missionen Chang´e-5 und -6 gesammelt wurden.

„Das ist das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass Proben vom erdzugewandten und erdabgewandten Teil des Mondes nebeneinander betrachtet werden können“, sagte Wu und bezeichnete dies als einen großen Erfolg der chinesischen Bemühungen um die Erforschung des Mondes.

China wird Wu zufolge mehr Mondproben für die weltweite wissenschaftliche Forschung zur Verfügung stellen, um Entdeckungen zu fördern, die der gesamten Menschheit zugutekommen werden.

Die vom Chinesischen Nationalmuseum und der Staatlichen Raumfahrtbehörde veranstaltete Ausstellung wird zwei Monate lang geöffnet sein.

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