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Deutsche Unternehmen bleiben optimistisch für den chinesischen Markt

(German.people.cn)  Dienstag, 04. März 2025

  


Eine Mitarbeiterin im Labor von Bayer Crop Science am Produktionsstandort in Hangzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang am 21. Februar 2025. (Xinhua/Liu Mingxiang)

Ma Jishen ist begeistert: Der deutsche Gesundheits- und Agrarkonzern Bayer hat in seinem neuen Werk, dessen Direktor er ist, in nur etwas mehr als einem Monat die geplante Produktionskapazität erreicht.

Die vier Hektar große Produktionsstätte von Bayer Crop Science Hangzhou mit einer Gesamtinvestition von mehr als 300 Millionen Yuan (rund 41,18 Millionen US-Dollar) ist am 15. Januar in Hangzhou, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang und einem der führenden Technologiezentren Chinas, in Betrieb genommen worden. Prognostiziert wird, dass der Standort in diesem Jahr einen Produktionswert von 2 Milliarden Yuan generieren wird.

Am Standort werden eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln produziert, darunter Insektizide, Saatgutbehandlungen und Wachstumsregulatoren für wichtige Kulturpflanzen wie Reis, Mais, Weizen sowie Obst und Gemüse. Bayer bietet den Landwirten Lösungen für den Pflanzenschutz, den sicheren Einsatz von Pestiziden und Anwendungstechniken zur Unterstützung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken.

In der Werkstätte laufen automatisierte und intelligente Produktionslinien reibungslos, in kürzester Zeit werden Flaschen mit Crop-Science-Produkten abgefüllt, wobei kaum Produktionsmitarbeiter zu sehen sind. „Im Durchschnitt wird pro Produktionslinie weniger als ein Mitarbeiter benötigt. Unser Ziel ist es, hier ein fortschrittliches Beispiel für umweltfreundliche Fertigung zu setzen“, erörtert Ma.

In Hangzhou hat Bayer sein einziges chinesisches Crop-Science-Werk im Jahr 2000 gegründet. In den letzten 25 Jahren hat das Unternehmen seine Investitionen in Hangzhou kontinuierlich erhöht, insgesamt wurden über 1 Milliarde Yuan aufgewendet.

Die Inbetriebnahme und der Produktionshochlauf der neuen Fabrik seien eng mit dem enormen Marktpotenzial Chinas, der gesamten Industriekette und den Dienstleistungen der lokalen Regierung verbunden, ist Ma überzeugt.

„China ist ein wichtiger und attraktiver Markt für die Landwirtschaft mit starker Nachfrage und robustem Wachstum. Die Region des Jangtse-Deltas, in der sich unsere neue Fabrik befindet, verfügt über eine lückenlose Lieferkette. Wir können uns problemlos mit Rohstoffen versorgen und finden in der Nähe zahlreiche Logistik- und Lagerpartner“, erklärte Ma in einem Interview mit Xinhua.

„Die lokalen Behörden haben fast ein Jahr damit verbracht, eine maßgeschneiderte Investitionsvereinbarung für Bayer auszuarbeiten. Das sendet die klare Botschaft, dass China Unternehmen und Investoren aus aller Welt willkommen heißt, um hier ihre Geschäfte zu betreiben und auszubauen“, betont er.

Bayer arbeitet bei der Entwicklung neuer Produkte mit lokalen Partnern zusammen und lässt sich dabei von China inspirieren. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, konzentriert sich das Geschäft verstärkt auf biologische Produkte und umweltfreundliche Lösungen. Um seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten vor Ort zu stärken, hat Bayer sein Innovationszentrum in China, eines seiner 17 globalen Innovationszentren, modernisiert und ausgebaut.

In jüngster Zeit haben mehrere deutsche Unternehmen ihre Investitionen in der Region des Jangtse-Deltas erweitert. Die deutsche ZEISS-Gruppe plant den Bau ihres Hauptsitzes für den Großraum China in Shanghai auf einer Fläche von 60 mu (40000 qm) mit einer Investition von über 600 Millionen Yuan.

Bartec Thermal Control and Safety System (PingHu) Co., Ltd. hat seine Asien-Pazifik-Zentrale in der Stadt Pinghu, Zhejiang, eröffnet. Das Unternehmen konzentriert sich auf explosionsgeschützte elektrische Maschinen und rechnet mit einer Jahresproduktion von 250 Millionen Yuan.

Im Jahr 2024 wurden in China 59.080 neue Unternehmen mit ausländischem Kapital gegründet, was einem Anstieg von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bis Ende 2024 überstieg die kumulierte Zahl der ausländisch investierten Unternehmen in China 1,23 Millionen, wobei der tatsächliche Einsatz von ausländischem Kapital 20,6 Billionen Yuan erreicht hat.

Im Februar hat China einen Aktionsplan zur Stabilisierung ausländischer Investitionen herausgegeben, mit dem die Öffnung in Sektoren wie Telekommunikation, Biotechnologie und medizinische Dienstleistungen ausgeweitet und umfassende Dienstleistungen für ausländisch investierte Projekte angeboten werden sollen.

Der Plan wurde auf einer Sitzung des Staatsrats im vergangenen Monat gebilligt. Das Treffen unterstrich die wichtige Rolle der Unternehmen mit ausländischem Kapital für die Beschäftigung, die Exportstabilität und die industrielle Modernisierung und forderte praktischere und wirksamere Maßnahmen, um bestehende Investitionen zu erhalten und neue anzuziehen.

Eine Umfrage der Deutschen Handelskammer in China zeigt, dass 92 Prozent der befragten Unternehmen planen, weiterhin in China tätig zu sein.

„Wir sind optimistisch, was Chinas wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, den technologischen Fortschritt und den Fokus auf kohlenstoffarme und ländliche Entwicklung angeht. Unsere Investition in China schafft nicht nur Möglichkeiten, uns hier zu entwickeln, sondern leistet auch einen Beitrag für die Welt“, erklärt Ma.

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