China hat am Dienstag eine Leitlinie zum Schutz von Ackerland veröffentlicht, die ein möglichst strenges Schutzsystem implementieren und robuste Maßnahmen mit echter Durchsetzungskraft einführen soll. Ziel ist es, die Erosion von Ackerland zu bekämpfen.
In der von den Generalbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und des Staatsrats herausgegebenen Leitlinie heißt es, dass die nationale Ackerfläche nicht unter 124,33 Millionen Hektar sinken soll, wobei die Fläche des ständigen landwirtschaftlichen Grundbedarfs auf mindestens 103 Millionen Hektar festgelegt wurde. Weiterhin soll die Umwandlung von Ackerland in nichtlandwirtschaftliche Nutzungen bekämpft und verhindert werden.
Lokale Parteikomitees und Regierungen müssen den Schutz von Ackerland als eine wichtige politische Aufgabe betrachten. Sie müssen sicherstellen, dass die festgelegte Schutzgrenze niemals überschritten wird und dass strenge Maßnahmen zur Rechenschaftslegung bei Verstößen eingeführt werden - einschließlich einer „Ein-Stimmen-Veto“-Strafe für Beamte, die die Schutzrichtlinien schwerwiegend verletzen.
Zur Verbesserung der Bodenqualität ist in dem Dokument eine schrittweise Umwandlung von dauerhaftem landwirtschaftlichem Grundland in hochwertiges Ackerland vorgesehen. Dafür wird ein nationaler Plan entwickelt, wobei den Gebieten in Nordostchinas Schwarzerde-Region, den Ebenen und den Regionen mit Bewässerungsmöglichkeiten Priorität eingeräumt wird.
Die Regierung wird Initiativen zum Schutz der Schwarzerde umsetzen und die Schutzmaßnahmen so anpassen, dass sie alle notwendigen Gebiete rechtzeitig erfassen. Die Strafverfolgung zur Bekämpfung von Aktivitäten, die den fruchtbaren Boden schädigen, soll zudem intensiviert werden.
Weiterhin wird die Gesetzgebung zum Schutz der Qualität von Ackerland beschleunigt. Dazu gehören jährliche Erhebungen über Veränderungen der Bodenqualität und umfassende Bewertungen im Fünfjahresrhythmus sowie eine nationale Bodenzählung.
Es ist auch vorgesehen, eine hocheffiziente geschützte Landwirtschaft zu entwickeln, die nicht bebaubare Flächen nutzt. Dabei soll die nachhaltige Entwicklung einer modernen geschützten Landwirtschaft in Trocken- und Wüstenregionen untersucht werden, sofern die Wasserressourcen dies zulassen.
Diese Initiativen sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Gewährleistung der nationalen Getreidesicherheit und zur Stärkung des Agrarsektors.
China legt weiterhin großen Wert auf die Ernährungssicherheit, da das Land mit nur neun Prozent der weltweiten Anbaufläche über 1,4 Milliarden Menschen ernährt. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Getreideproduktion zu steigern, darunter der Bau von hochwertigem Ackerland und die Förderung von Agrartechnologien.
China hat bis Ende 2023 rund 66,7 Millionen Hektar hochwertiges Ackerland erschlossen, wovon rund 70 Prozent auf 13 wichtige Getreide produzierende Regionen auf Provinzebene entfallen.
Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten verfügt China über solide Grundlagen, um nach der Sommerernte in diesem Jahr eine reiche Getreideernte einzufahren - trotz schwerer Katastrophen, die durch extreme Wetterbedingungen in Teilen des Landes ausgelöst wurden.